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Haben die Fahrerei satt: Heike Kluska (l.) und Nicole Wittmann wünschen sich einen Spielplatz in ihrem Heimatort Dirnismaning, damit sie mit ihren Kindern Amira (l.) sowie Paula und Vincent (nicht im Bild) nicht mehr nach Garching zu fahren brauchen. 

Fast 100 Unterschriften

Mamas aus Dirnismaning fordern Spielplatz im Ort

Garching – Brauchen die 23 Kinder in Dirnismaning einen eigenen Spielplatz? Ja, finden Mütter aus dem Stadtteil und haben fast 100 Unterschriften gesammelt. Am Dienstag, 6. Dezember, um 19.30 Uhr nimmt sich der Bauausschuss das Thema vor

Wenn Vincent (2) aus dem Mittagsschlaf erwacht, steht seine Mutter Nicole Wittmann (35) stets vor der gleichen Frage: Soll sie mit dem Buben und seiner achtmonatigen Schwester Paula noch zum Spielplatz? Sie würde gerne, „nur für ein Stündchen, damit wir rauskommen und andere Kinder treffen“. Aber meist lässt sie es: „Ich muss beide ins Auto packen und nach Garching fahren – das lohnt sich oft gar nicht.“

Ähnlich geht es Heike Kluska (46) aus Dirnismaning. Die beiden Frauen wünschen sich einen Spielplatz in ihrem Stadtteil und haben für dieses Anliegen fast hundert Unterschriften gesammelt. „Ich war letztes Jahr in der Sprechstunde beim Bürgermeister, aber danach ist nichts passiert“, erzählt Nicole Wittmann.

Kontaktstelle auch für Eltern

In ihrem Schreiben an die Stadt verweisen die Dirnismaningerinnen auf das Spielen als „lebensnotwendige Voraussetzung für die gesunde körperliche und seelische Entwicklung von Kindern“. Zum anderen gehe es ihnen aber auch um eine „Kontaktstelle für Eltern“, um Gemeinsamkeit und soziales Engagement zu stärken – „eine Ressource, die es in Dirnismaning noch mehr zu fördern gilt“. So betont Nicole Wittmann, die in dem Teilort aufgewachsen ist: „In Dirnismaning gibt’s ja nicht mal einen Laden, wo man sich treffen kann.“ Dabei seien die dortigen Häuser und Wohnungen auf Familien ausgelegt; von den 180 Einwohnern sind laut Stadt immerhin 23 jünger als 14 Jahre. Derweil argumentiert Heike Kluska mit Blick auf das Asylbewerberheim im Norden der Stadt: „Dort hat man sofort einen Spielplatz hingebaut – und das finden wir ja auch gut. Aber wieso macht man das in Dirnismaning nicht genauso?“

Stadtverwaltung sieht weder Bedarf noch Platz

Die Stadtverwaltung sieht das kritisch. So heißt es in der Vorlage für die Sitzung, dass ein Spielplatz in Dirnismaning „nicht erforderlich“ sei; und „nicht möglich“, da die Stadt kein entsprechendes Grundstück besitze.

Ähnlich äußert sich Albert Biersack, CSU-Stadtrat aus Dirnismaning und Vater von vier Kindern. „Mehrere alteingesessene Dirnismaninger haben nicht unterschrieben, weil der Bedarf nicht wirklich besteht.“ Vielmehr hätten die Häuser in dem Stadtteil große Gärten, sagt Albert Biersack. „Und dahinter Felder und eine Wiese, wo die Kinder Fußball spielen können.“

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