Der neue Vorstand mit der Böllerkanone: (hinten v.l.) Ehrenvorsitzender Kurt Losert, 1. Kassier Markus Treml, 1. Schriftführer Peter Orth, Vorsitzender Josef Peischl, Stellvertreter Karl-Heinz Müller, 1. Revisor Bernhard Riederer, 2. Kassier Christian Bayer, Schießmeister Werner Bosch, (knieend v.l.) Stifter Manfred Axenbeck, 2. Schriftführer Thomas Geier, nicht im Bild ist der 2. Revisor Philipp Schwarz. Foto: Fkn

Manfred Axenbeck stiftet echte Böllerkanone

Unterföhring - Mit einer echten Kanone können die Unterföhringer Böllerschützen künftig ein „schweres Geschütz“ auffahren.

Mitglied Manfred Axenbeck hat seinem Verein bei der Jahreshauptversammlung das Prachtstück gestiftet. Zuvor legten der Schreinermeister und Schießmeister Werner Bosch selbst Hand an: Sie bauten in etwa 80 Arbeitsstunden das Holzgestell, die sogenannte Lafette, für das etwa ein Meter lange gusseiserne Rohr und fertigten auch eiserne Halterungen. Im Rohr mit einem Durchmesser von 50 Millimeter wird Schwarzpulver gezündet. „Das kracht noch wesentlich lauter als unsere Schaftböller“, freut sich Werner Bosch, der die Kanone während der Bauphase mit seinen Kameraden mehrmals getestet hat. Am 21. April will der Unterföhringer Krieger- und Soldatenverein die Böllerkanone in der Gemeindehalle feierlich einweihen.

74 Mitglieder besuchten die Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins im Hackerbräu. In den Neuwahlen bestätigten sie den Vorstand, an dessen Spitze sie erneut Josef Peischl und seinen Stellvertreter Karl-Heinz Müller wählten. Sebastian Demmel, der 17 Jahre Schriftführer war, und Josef Lustig, der sich jahrelang als zweiter Schriftführer, zweiter Kassier und Organisator engagierte, standen nicht mehr zur Wahl; ihnen dankte Josef Peischl für ihren Einsatz. Nun bekleiden Peter Orth und Thomas Geier die Ämter der Schriftführer. Der Kassenbericht von Sebastian Demmel belegte eine sparsame Haushaltsführung: 600 Euro werden den Rücklagen zugeführt.

Josef Peischl berichtete vom maroden Zustand des Bronzelöwen auf dem Kriegerdenkmal, das Mitglieder im Jahr 1900 stifteten. Der Verein beschloss eine Voruntersuchung, die ein Experte aus den eigenen Reihen, Andreas Huber, vornehmen wird. Bürgermeister Franz Schwarz signalisierte, dass die Gemeinde dieses Projekt unterstützen werde. Zur Finanzierung seitens des Vereins, soll eine Sammlung unter den Mitgliedern folgen. mm

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