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Sofortiger Rücktritt: Marco Müller hört als Handballtrainer des TSV Unterhaching auf.

TSV Unterhaching

Marco Müller tritt überraschend als Trainer zurück

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Unterhaching - Beim Handball-Bayernligisten TSV Unterhaching ist Trainer Marco Müller (34) ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Übergangsweise betreut der langjährige TSV-Spieler Gregor Christoforis (47) die Mannschaft.

Mit der aktuellen sportlichen Situation – Haching tendiert nach dem jüngsten 21:21 in Sulzbach-Rosenberg Richtung Abstiegszone – nichts zu tun. Nein, hinter Müllers plötzlichem Abschied steckt die Chance, im Beruf einen Sprung zu machen. Das erfordert mehr Zeitaufwand. Und ist insofern nicht mehr mit dem Engagement als Trainer vereinbar.

„Das ist für uns natürlich eine schwierige Situation“, sagt Christoph Ernesti, Handball-Abteilungsleiter des TSV Unterhaching. Auch ihn erwischte Müllers Bitte um sofortige Vertragsauflösung wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Schweren Herzens stimmte Ernesti zu: „Da Marcos Wunsch auf persönliche und berufliche Gründe zurückgeht, haben wir ihm entsprochen. Auch wenn es uns sehr schwer fällt, da wir Marco sowohl als Mensch als auch als Trainer unheimlich schätzen.“ 

Müller war zur Saison 2014/15 als Trainer zum TSV Unterhaching gestoßen, schloss die Saison in der Bayernliga auf dem sechsten Tabellenplatz ab. Momentan rangieren die Hachinger an neunter Stelle – und müssen schon am morgigen Freitag wieder ran: um 20 Uhr in der heimischen Hachinga Halle gegen den Tabellenvorletzten TSV Allach. 

Im Spiel eins nach Marco Müller sitzt eine Unterhachinger Handballgröße als Interims-Trainer auf der Bank: Gregor Christoforis. Der 47 Jahre alte Arzt hat jahrelang für den TSV Unterhaching gespielt, bis zur Regionalliga; auch nach seiner aktiven Laufbahn war Christoforis in unterschiedlichen Funktionen eingebunden, unter anderem als Vize-Abteilungsleiter. 

„Das ist natürlich eine Überraschung für uns alle und natürlich vor allem für mich, dass ich mich jetzt auf der Bank und als Trainer wiederfinde“, sagt Christoforis. „Aber ich kenne die Mannschaft und bin sicher, dass wir das gut hinbekommen. Das Team wird sich auf den Sport konzentrieren und hat auch genug Erfahrung, mit dieser ungewöhnlichen Situation umzugehen.“ Seine Hoffnung mit Blick aufs morgige Allach-Spiel: „Ein Sieg vor voller Hütte am Freitag wäre natürlich ein super Auftakt.“ 

Christoforis wird das TSV-Team nur übergangsweise betreuen, Abteilungsleiter Ernesti sucht – mit Blick auf die Saison 2016/17 – nach einer längerfristigen Lösung. „Aber das werden wir in Ruhe besprechen“, so Ernesti. „Wir möchten nichts überstürzen und haben dazu auch keinen Anlass, da wir sicher sind, dass das Team und Gregor Christoforis als Trainer gut zusammenarbeiten werden. Die Planung der Zukunft – insbesondere der kommenden Saison – möchten wir aber, wenn möglich, schon in Absprache mit einem neuen Trainer angehen.“ 

Zuerst aber steht der TSV Allach vor der Tür.

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