Mit Leckerlis lockt Stefanie Rieger ihre Katze an. Das Tier war hinter diesem Zaun wochenlang eingesperrt. fotos: privat

Martyrium: Katze „Gina“ war sechs Wochen hinter einem Zaun gefangen

Putzbrunn - Tränen hatte Stefanie Rieger (20) aus Höhenkirchen in den Augen, als sie ihre Katze Gina wieder in die Arme schließen konnte. Sechs Wochen lang war ihr geliebtes Haustier verschwunden. Von einen Tag auf den anderen kam die neun Jahre alte Katze nicht mehr nach Hause. Die 20-Jährige befürchtete das Schlimmste.

Gina war von Anfang an keine Hauskatze. „Sie war immer draußen und kam morgens und abends ins Haus“, erzählt die 20-Jährige. Die Katze lebt bei Stefanie Riegers Vater in Dürnhaar. Vor zwei Monaten kam Gina nicht mehr nach Hause. Die Sorgen der Familie wurden größer mit jedem Tag, den Gina verschwunden war. „Meine Eltern haben mehrmals nach ihr gesucht“, sagt Stefanie Rieger. Dann macht sich die junge Frau zusammen mit ihrem Bruder Christian (25) selbst noch einmal auf die Suche nach ihrem geliebten Tier. Tatsächlich, nach sechs Wochen entdecken die beiden im angrenzenden Höhenkirchner Forst die inzwischen stark abgemagerte Katze. „Wir haben sie hinter einem Zaun am Wasserwerk entdeckt, doch dann lief sie wieder davon“, berichtet die Höhenkirchnerin.

Mit einer Dose Leckerlis versucht sie am nächsten Tag Gina anzulocken. „Ich habe sie gerufen, und sie kam.“ Gemeinsam mit Bruder Christian findet Stefanie Rieger ein kleines Loch in dem Maschendrahtzaun, um ihre Katze zubefreien. „Sie muss dort irgendwie hineingelangt sein und nicht mehr herausgefunden haben“, vermutet die 20-Jährige. Sechs Wochen lang war Gina praktisch eingesperrt. In dieser Zeit hat die zuvor wohl genährte Katze 3,5 Kilogramm an Gewicht verloren. Stefanie Rieger päppelt sie gerade wieder auf. Sie ist überglücklich, dass ihre Gina am Leben ist. Die Angst war groß, dass sie ihr Haustier, an dem ihr Herz so sehr hängt, vielleicht nie wiedersehen würde. „So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben.“ pk

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