Massenrangelei nach Fußballspiel

- Hohenbrunn (mbe) - Plötzlich geriet die Lage außer Kontrolle: Bei einem Fußballspiel der A-Klasse 8 in Hohenbrunn schaukelten sich die Emotionen derart hoch, dass die Polizei mit insgesamt neun Streifenwagen anrücken musste, um eine Massenrangelei zu beenden.

Relativ versteckt liegt in einem Waldstück nahe der Rosenheimer Landstraße ein Fußballplatz, der E.ON Bayern gehört. Hier trägt der Verein Academy Afrika Sport München, derzeit Tabellenführer der A-Klasse 8, seine Heimspiele aus. Als am Sonntag der - überwiegend aus türkischen Spielern bestehende - FC Niksarspor bei den Afrikanern gastierte, führten ein ruppiger Spielverlauf und eine Reihe von Fouls zu einer gereizten Stimmung, sowohl bei den Spielern auch auch bei den etwa 50 Zuschauern. Bei einem dieser Fouls wurde ein afrikanischer Kicker leicht verletzt, was das Fass zum Überlaufen brachte - schlagartig entwickelte sich eine Massenrangelei zwischen beiden Lagern.

Der Trainer der Afrikaner, ein 37-jähriger Angolaner aus Unterföhring, rannte gar in den Wald und holte einen Ast, mit dem er auf einen türkischen Spieler (32) aus München einschlug. Der Verdacht auf einem Nasenbeinbruch bestätigte sich allerdings nich. In einer Münchner Klinik diagnostizierten die Ärzte lediglich leichte Gesichtsverletzungen.

Polizei hat große Mühe mit den Emotionen

Die mittlerweile angeforderte Polizei hatte große Mühe, die hitzige Atmosphäre wieder zu beruhigen. Allerdings betonte ein Polizeisprecher auch, es habe sich generell "eher um Rempeleien und Geschubse" sowie Verbalattacken als um eine handfeste Schlägerei gehandelt. Gegen den Trainer der Afrikaner sind nach dessen Ast-Attacke freilich Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung im Gange. Das Kommissariat 124 im Polizeipräsidium München bittet Zeugen um Hinweise unter 2 91 00. Auch sportlich hat die Partie, die vom Schiedsrichter abgebrochen wurde, ein Nachspiel - das Sportgericht des Bayerischen Fußballverbandes befasst sich damit.

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