Mayers Coup soll keine Überraschung bleiben <BR>

- "Das Potenzial für die Top 100 hat er"

Oberhaching (um) - Es liegt die gewohnte Ruhe über der Tennis-Base Oberhaching. Die jüngsten Erfolge durch Philipp Kohlschreiber (Viertelfinale beim ATP-Turnier in Auckland) und Florian Mayer (zweite Runde bei den Australian Open), die im Leistungszentrum des Bayerischen Tennis-Verbandes (BTV) nicht nur trainieren, sondern auch 20-Quadratmeter-Appartements bewohnen, haben in ihrem heimatlichen Umfeld für Freude, keineswegs aber für Aufgeregtheit gesorgt. BTV-Geschäftsführer Hans Hauska versucht das plötzliche öffentliche Interesse, das vor allem über Mayer, nach dessen couragiertem Auftritt in Melbourne förmlich hereingebrochen ist, bewusst zu relativieren: "Wären nicht alle anderen Deutschen in der ersten Runde rausgeflogen, hätte sich wahrscheinlich niemand so sehr für ihn interessiert."

Hauska glaubt sogar, noch in Australien unmittelbare negative Auswirkungen auf das Spiel des 20-Jährigen festgestellt zu haben: "Sicher hätte er gegen Nalbandian verloren, aber ohne den Presserummel nicht so deutlich. Sein Aufschlag war beispielsweise 15 Stundenkilometer langsamer als bei seinem Sieg gegen Gasquet."

Doch trotz Euphoriebremse traut Hauska Mayer, der in der kommenden Weltrangliste von Rang 219 auf etwa 170 klettern dürfte, den Sprung unter die Top 100 zu: "Das Potenzial dazu hat er." Wichtig sei, dass er nicht abhebt, so Hauska, der diese Gefahr allerdings eher gering einschätzt, denn: "Florian ist ruhig, konsequent und diszipliniert."

Noch etwas besser als Mayer steht derzeit der gleichaltrige Philipp Kohlschreiber da, als Nummer 164 der Welt. Auch für ihn ist ein Platz unter den besten 100 also nicht utopisch. Das bislang einzige offizielle Duell gegen Mayer, im November 2003 in Eckental hat er zwar verloren, doch das, so Hauska, besage gar nichts: "Wenn man sich so gut kennt, sind das die unangenehmsten Spiele."

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