Roboter-Weltmeister „Robotino“ transportiert Werkstoffe. Fotos: Dieter Michalek

Der „MCR3“ kann 13 Antibiotika in der Milch aufspüren

Garching - Der Tag der offenen Tür am Forschungscampus Garching war auch heuer mit Tausenden begeisterter Besucher ein Erfolg.

Tag der offenen Tür am Forschungscampus Garching

Alle Fakultäten stellten sich zum Tag der Wissenschaft der Öffentlichkeit vor und gaben Einblicke in ihre Arbeit und deren Auswirkungen auf das öffentliche Leben.

An der Chemie-Fakultät der TU München präsentierte sich beispielsweise das Institut für Wasserchemie mit dem Gerät MCR3, dem Munich Chip Reader. Die Maschine kann die Milch auf 13 verschiedene Antibiotika analysieren. Erreicht das Gerät Marktreife, könnten damit Landwirte genauso wie die Milchindustrie mit Proben schnell Klarheit über die Qualität der Milch bekommen. Der Kunde bekommt so mehr garantierte Sicherheit. Am Garchinger Forschungscampus wird bereits seit zehn Jahren an dem Testgerät gearbeitet, das nun eine Firma aus Karlsruhe marktreif machen möchte.

Die Chemiker zeigten auch wieder spektakuläre Experimente. Ein Blickfang war aber auch der Bereich der Physikalischen Chemie. Hier zeigten die Wissenschaftler Gläser mit leuchtenden Laserfarbstoffen. Dem Laien erklärte Stefan Sellmeier auch, wie eine Mischung der faszinierenden Farben enden würde: „Irgendwann kommt immer braun heraus.“

Eine Besonderheit war der Nano-Truck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Darin konnten die Gäste bei einem Rundgang erfühlen, dass Nanoteilchen in fast allen Produkten des Alltags eine Rolle spielen. Unterdessen bestand in der Maschinenbau-Fakultät die Möglichkeit, sich vom ehemaligen Raumfahrer und Weltall-Experten Professor Ulrich Walter die Schwerelosigkeit erklären zu lassen.

Den exponierten Platz am Eingang der Informatik-Fakultät bekamen die jüngsten Weltmeister aus Garching. Eine Mannschaft aus dem Lehrstuhl für Robotik und Echtzeitsysteme hat die Roboter-Weltmeisterschaft in Istanbul gewonnen. 14 Teams aus zehn verschiedenen Nationen waren angetreten. Nach einigen Problemen beim deutschen Vorentscheid kam dieser Triumph völlig überraschend. Der „Robotino“ wurde einst am Campus Garching entwickelt und dann in der Wirtschaft marktreif gemacht. Die Studenten programmierten die Maschine, um einen dem Eishockey-Puck ähnelnden Rohstoff abzuholen und über zwei Zwischenstufen der Fertigung zur Endabnahme zu transportieren. Dieses System könnte in einigen Jahren große Bereiche der Wirtschaft automatisieren. Die Besonderheit des „Robotino“ ist es, dass er völlig frei denken muss und die Studenten dessen Denkwege auf dem Computer mitverfolgen konnten.

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