Mehr Einsatz für Jugendliche

Brunnthal - Die Gemeinde Brunnthal will das Ortsleben für Jugendliche attraktiver gestalten.

Die Gemeinde Brunnthal hat in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um den Ort gerade auch für Jugendliche attraktiver zu gestalten. Nach der Einrichtung von Skateranlage, Beach-Volleyball-Feld und einem eigenen Jugendspielplatz sowie den Planungen für einen neuen Bikepark will man den zuletzt erfolgreich beschrittenen Weg weiter fortsetzen. Darauf verständigte sich jetzt der Gemeinderat.

Die bisherige 30-StundenStelle des mit der offenen Jugendarbeit betrauten Sozialpädagogen Stephan Müller soll auf eine Vollzeitstelle ausgeweitet werden. Der Gemeinderat gab grünes Licht - allerdings unter der Maßgabe, diese Ausweitung vorerst nur auf Probe und für ein Jahr einzuführen. Zudem wird die Aufstockung auch vom Ergebnis der kommenden Haushaltsberatungen abhängig gemacht. „Die Gemeinde muss sich darüber im Klaren sein, dass ohne eine Ausweitung der Stunden der heutige Qualitätsstandard in der Offenen Jugendarbeit nicht zu halten sein wird“, hatte Müller bereits im Kulturausschuss gewarnt und für sein Anliegen geworben.

„Ich will meine Arbeit an den Erfordernissen und Bedürfnissen der Jugendlichen ausrichten“, argumentierte Müller. Für ihn beinhaltet dies eine umfangreiche Stellenbeschreibung. In sein Spektrum fallen bisher bereits die Planung und Durchführung verschiedenster Veranstaltung vom Skater-Event bis zum Sommerprogramm, reichlich Öffentlichkeitsarbeit und die pädagogische Betreuung einer stetig steigenden Zahl an Jugendlichen im Bereich des Brunnthaler Freizeittreffs „Sunshine“.

Dazu dürften weitere Aufgaben kommen. Denn die Gemeinde will Müller offenbar auch verstärkt in die mobile Jugendarbeit einbauen - der engagierte Pädagoge könnte nach Meinung des Rats auch dann vermittelnd wirken, wenn Jugendliche bisweilen zum Ärger der Anwohner lärmen oder den Jugendspielplatz auch mal „verschandeln“.

Zudem verständigte sich der Rat auch darauf, die zuletzt etwas kriselnde Jugendarbeit in Hofolding wieder anzukurbeln. Hier sollen mittelfristig neue Räume gefunden werden. Sogar die provisorische Errichtung eines Containers oder Holzhauses erwogen die Räte. Mit konkreten Entscheidungen taten sie sich aufgrund bekannter Finanzengpässe schwer: „Zu viel Geld für Schnellschüsse - das muss abgewogen sein“, so der Tenor im Rat.

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