Mehr Qualität statt roter Zahlen

- Johannes Schattenmann neuer Vorsitzender des Diakonievereins

Ottobrunn - Mit einem neuen Vorsitzenden startet der evangelische Diakonieverein Neubiberg-Ottobrunn-Höhenkirchen ins neue Jahr. Einstimmig hat die Mitgliederversammlung als Nachfolger für Ines Imhoff den 63-jährigen Juristen und ehemaligen Finanzbeamten Johannes Schattenmann aus Riemerling gewählt. Imhoff legt nach eineinhalb Amtsperioden, also nach sechs Jahren, ihren Posten aus privaten Gründen nieder: Ihrem Mann hat sie versprochen, dass mit seiner Pensionierung etwas mehr Ruhe ins Haus einkehren wird.

Zwar tagte der Ausschuss des Diakonievereins lediglich vier Mal im Jahr, um sich um das Pflegezentrum St. Michael zu kümmern. Doch Imhoff war mindestens einmal wöchentlich in der Einrichtung, um sich mit Geschäftsführer Jan Steinbach zu beraten. Zudem hat sie viel Zeit für Aktivitäten, Spendenaktionen und für die Diakonie geopfert. Ihr Fazit: "Ich hinterlasse geordnete Verhältnisse."

Nun hofft Imhoff, dass noch heuer der Eigenanteil des Vereins an den Baukosten für das Pflegezentrum bestritten werden kann. Dann haben Mitglieder, Spender und Wohltäter stattliche 588 000 Euro zusammengebracht. Da sie mit ganzem Herzblut am Pflegezentrum hänge, bleibe sie dem Verein gern treu, so Imhoff. Sie wurde zur Schriftführerin und damit zur Nachfolgerin von Peter Ott gewählt. Ziel des Vereins sei es nunmehr, so Imhoff und Steinbach, das Pflegezentrum aus den roten Zahlen zu bekommen. Bisher deckt der Diakonieverein das Defizit. In absehbarer Zeit soll das Betriebsergebnis plus minus Null sein.

Werbetrommel für St. Michael rühren

Weiterhin soll an der Qualität der Einrichtung gearbeitet werden, Verwaltungsaufgaben sollen effizienter gelöst werden. Und zusammen mit anderen Diakonieeinrichtungen werden nun Standards erarbeitet und natürlich wird die Werbetrommel für St. Michael gerührt. In der ambulanten Pflege werden vermutlich ein bis zwei neue Pkws angeschafft, da zwei schon acht Jahre auf dem Buckel haben. Bei den Mitarbeitern wird verstärkt auf examinierte Fachkräfte geachtet, die von Helfern unterstützt werden.

Auch für junge Menschen ist das Pflegezentrum interessant: Der Diakonieverein beschäftigt fünf Zivildienstleistende und hat fünf Auszubildende. In Hinblick auf die vielen Aufgaben, die ihn und den Verein erwarten, insbesondere durch den Umbruch im Gesundheitswesen, meinte der neue Chef Schattenmann: "Es werden spannende Jahre."

Wolfgang Rotzsche

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