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Endstation Neuperlach Süd: Die Verlängerung der U5 über Neubiberg und Ottobrunn bis Brunnthal ist eine Idee zur Verbesserung der Verkehrswege.

Landratsamt prüft neue Strecken

Mehr U-Bahnen und Trams für die Region

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Mehr U-, S-, Stadtbahnen und Trams sollen in der Region um München verkehren - von Landkreis zu Landkreis. Kernprojekte: die Verlängerung der U5 und U6.

Landkreis – Die Verkehrswege im Landkreis sollen auf einen Schlag ausgebaut werden – darunter lang ersehnte Verbindungen wie die U6 bis Neufahrn und die schon tot geglaubte Erweiterung der U5 ab Neuperlach Süd. Im Mobilitätsausschuss präsentierte das Landratsamt nun das gesamte Paket aller Überlegungen.

Wirklich visionär scheint die Idee, Verkehrsprobleme per Seilbahn zu überwinden. Landrat Christoph Göbel (CSU), der an solcherlei Gedankenspielen besonderen Gefallen findet, bezieht sich bei dieser auf Untersuchungen der Technischen Universität Ingolstadt. Gegenwärtig auf dem Schirm hat das Landratsamt das Hachinger Tal und das Isartal sowie das oft verkehrsgeplagte Autobahnkreuz München-Süd.

Bei allem Reiz, den eine Seilbahn durchs lauschige Isartal oder über verstopfte Autobahnen hinweg auch unter den Kreisräten versprüht – die Fraktionen dürften sich zunächst auf deutlich kostengünstigere Projekte konzentrieren. Landrat Göbel würde das Paket dafür gerne noch in diesem Monat verabschieden. Der Kreistag tagt am Montag, 24. Juli, in Oberschleißheim. Neben der U6-Verlängerung nach Neufahrn (Kreis Freising) und der U5 ab Neuperlach-Süd über Neubiberg und Ottobrunn bis Brunnthal prüft die Behörde die folgenden Verbindungen: S-Bahn-Tangente Nordring bis Haar; S-Bahn Messe – Aschheim – Pliening (Kreis Ebersberg); Stadtbahn Oberschleißheim – Unterschleißheim – Garching; Stadtbahn Martinsried – Planegg – Germering (Kreis Fürstenfeldbruck); Straßenbahn Messe/Dornach/Aschheim/Kirchheim, eventuell bis Ismaning/Unterföhring. Zu einem Gutteil handelt es sich bei diesen Projekten um tangentiale Verbindungen als Ergänzung der sternförmig von München in den Landkreis verlaufenden S-Bahn-Achsen.

Zuletzt hatten sich die Grünen in einem umfangreichen Antrag mit Tangenten befasst. Ihre Forderung wird im Kreistag quer durch Fraktionen geteilt. Landrat Göbel fordert immer wieder die Stärkung der tangentialen Verbindungen weg von einer rein sternförmigen Ausrichtung auf die Landeshauptstadt, um dem massiven Zuwachs und dem wachsenden Wohndruck zu begegnen.

Inzwischen zeichnet sich sogar ab, dass die Fraktionen der Ansicht der Grünen folgen, sich auf Tram- und Stadtbahnen zu konzentrieren und den Ausbau des S-Bahnnetzes hintanzustellen. Grünen-Verkehrsexperte Markus Büchler erntete Beifall für seine Feststellung, sich nicht länger durch die Unlust des Freistaats beziehungsweise der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ausbremsen zu lassen, „Schienen zu bauen“. Wegen der zweiten Stammstrecke liege das S-Bahnnetz bis 2027 auf Eis. Büchler appellierte an den Ausschuss: „Die Zeit drängt. Wir haben schon viel zu viel verloren.“

Die betroffenen Gemeinden werden in die Planungen einbezogen. Göbel vermeldet aus den Nachbar-Landkreisen nahezu geschlossen positive Resonanz. Der Bürgermeister von Freising habe sogar persönlich bei ihm vorgesprochen, sagte er im Ausschuss. Lediglich für einige Abschnitte würden weitere Untersuchungen gefordert.

Kritik äußerte einzig Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU). Dem Landratsamt schwebt nämlich vor, die U5 ab Neuperlach-Süd als Stadtbahn zu verlängern. Von einer Stadtbahn oder Tram in seiner Gemeinde will Loderer nichts wissen (wir berichteten). Loderers Absage könnte die Wiedergeburt der totgeglaubten U-Bahnverlängerung ab Neuperlach-Süd einläuten. U-Bahn oder Tram: Landrat Göbel will sich keine Möglichkeit verbauen lassen. „Da tut sich sehr viel auf dem Gebiet.“ Andreas Sachse

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