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Meinungen gehen deutlich auseinander

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- Grasbrunn (fst) - Die Grasbrunner Gemeinderäte sind den Forderungen ihrer Kollegen aus Haar gefolgt, ohne dass sie etwas davon gewusst haben. Denn während die Haarer tagten (siehe Bericht rechts) diskutierten die Grasbrunner Räte erstmals öffentlich über die "Europäische Stadt", die Bauunternehmer Alfons Doblinger bei Keferloh hochziehen will. Dabei wurde deutlich, dass in der CSU-Fraktion die Meinung zu den Plänen für einen Siedlungsneubau gespalten ist.

Die Positionen reichen von "extremer Ablehnung bis zu fast euphorischer Zustimmung", sagte Vorsitzender Helmut Scheidel in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Doblingers Angebot, Keferloh der Gemeinde Haar zuzuschlagen und dafür der Gemeinde Grasbrunn eine Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro zu zahlen, lehne die Fraktion jedoch entschieden ab, erklärte Scheidel.

"Der Meinungsbildungsprozess ist noch nicht abgeschlossen", sagte Bettina Humplmair (CSU) in der Sitzung. Bürgermeister Otto Bußjäger (CSU) stellte klar, dass es derzeit keine Weichenstellung zugunsten der "Europäischen Stadt" erfolgt: "Es gibt einen klaren Gemeinderatsbeschluss: Nach dem Flächennutzungsplan ist Keferloh Ackerland - Punkt."

SPD-Fraktionssprecher Thomas Mayer, ein Gegner des Projekts, beruhigte dies jedoch nicht. Er warf Bußjäger in der Sitzung vor, "Doblinger einfach in der Gemeinde laufen zu lassen". Der Bauunternehmer will nach einer ersten Info-Veranstaltung Ende April demnächst einen Info-Pavillon aufstellen (wir berichteten).

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