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Zuwachs im Fuhrpark: Bürgermeister Maximilian Böltl (l.) und der stellvertretende Landrat Ernst Weidenbusch (r.) übergeben den symbolischen Fahrzeugschlüssel an Kommandant Franz Fischer.

Der Mensch als wichtigster Faktor

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Die Feuerwehr in Kirchheim gibt es seit 140 Jahren. Ein Grund zum Feiern. Und ein Anlass für viel Lob.

Kirchheim– „Tradition und Zukunft“ lautet das Motto der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim anlässlich ihres 140. Geburtstages. Mehr als 160 Gäste benachbarter Feuerwehren, aber auch befreundete Kollegen aus der Steiermark und aus Hamburg waren gekommen, um das Jubiläum zu feiern.

Gleichzeitig segneten die beiden Pfarrer, Susanne Kießling-Prinz und Werner Kienledas,das neue „Hilfeleistungslöschfahrzeug“ HLF 20. Die Gemeinde hat für das neue Auto 489 991,11 Euro ausgegeben. „Die Regierung von Oberbayern hat dafür einen Zuschuss in Höhe von 119 000 Euro in Aussicht gestellt“, sagte Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU).

So ganz gesichert ist das Gründungsjahr der Feuerwehr Kirchheim allerdings nicht, wie Ernst Weidenbusch (CSU), stellvertretender Landrat, recherchiert hat. „Im Jahr 1871 tauchte zum ersten Mal eine Ausgabe von 192 Gulden im Kassenbuch von Kirchheim für eine Feuerwehrspritze auf, doch es findet sich kein echter Hinweis auf die Feuerwehr“, sagte er. Zwei Jahre später werde dann zwar von 25 Feuerwehrmännern gesprochen – doch erst 1877 finde sich ein Hinweis auf die Gründung der Wehr. „1879 stand diese allerdings wohl wieder vor der Auflösung, weil keine Übungen durchgeführt wurden und von übergeordneten Stellen als Grund für den Beitritt zur Feuerwehr ein offiziell untätiges Leben vermutet wurde.“

Von Untätigkeit kann heute keine Rede sein: 70 Aktive fahren jedes Jahr mehr als 100 Einsätze, es gibt eine aktive Jugendfeuerwehr und aus den Reihen der Kirchheimer Feuerwehr stammen zahlreiche führende Feuerwehrmänner im Landkreis. Nach dem Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, „was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“, arbeite die Wehr, sagte Weinbusch. Der Landkreis sei sehr stolz auf die Kirchheimer Feuerwehr, sagte Weidenbusch, und übergab Kommandant Franz Fischer einen Scheck für das neue Fahrzeug.

Das neue „HLF 20“ hat die Gemeinde Kirchheim finanziert. „Jeden Euro, den wir gerne in die Feuerwehr investieren, der ist für unsere gemeinsame Sicherheit“, sagte Böltl. Außerdem sei die Summe nur im ersten Moment hoch, rechne man diese um auf alle 6500 Kirchheimer – denn für die Heimstettener gebe es ja offiziell eine eigene Feuerwehr – , dann seien das je Bürger nur 75 Euro im Jahr oder 20 Cent am Tag. „Das muss es uns doch wirklich wert sein. Vor allem wenn man betrachtet, dass die ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr 8555 Stunden für Einsätze, Übungen und Besprechungen zugunsten der Allgemeinheit geleistet haben.“

Der Kreisbrandinspektor Walter Probst bedankte sich im Namen des Landkreises für 140 Jahre zuverlässige Arbeit. „Mit dem neuen Fahrzeug sind die Kollegen technisch wieder auf dem neuesten Stand. Doch neben der modernen Technik bleibt der gut ausgebildete Mensch der wichtigste Faktor.“ Er wisse, sagte Probst, dass es bei allen Freiwilligen Feuerwehren immer schwieriger werde, die Aspekte Beruf, Familie und Feuerwehr unter einen Hut zu bekommen. „Ich danke daher auch allen Arbeitgebern, die uns unterstützen. Zudem ist eine funktionierende Jugendfeuerwehr die Grundlage schlechthin, auch da ist Kirchheim vorbildlich“, sagte Probst.

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