Mensch im Mittelpunkt

- KAB Ismaning feiert Geburtstag / Alternativen zur Agenda 2010

Ismaning - 40 Jahre Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Ismaning. Das feierten die 31 Mitglieder mit einem Festgottesdienst und mit zahlreichen Ehrengästen. KAB-Ortsvorsitzender Georg Kronseder wies dabei auf das Engagement der KAB zu aktuellen Themen hin: Mit Aktionen mache man sich stark für den arbeitsfreien Sonntag und gegen eine Ausweitung der Ladenschlusszeiten.

Die KAB hat ihren Ursprung im Jahr 1849, als sie aus der Not heraus in Regensburg gegründet wurde. In Ismaning wendet man sich jetzt "wieder häufiger an uns", so Kronseder. "Die häufigsten Gründe sind die Furcht um den Arbeitsplatz oder auch dessen Verlust." Dann hilft die KAB beratend weiter und bietet auch kostenlosen Rechtsschutz an. Zudem gehen Betriebsseelsorger des Diözesanverbandes München und Freising in die Betriebe und damit zu den Arbeitnehmern. Kronseder: "Zuletzt waren die Seelsorger bei Fairchild Dornier sehr beschäftigt", denn auch da werden Stellen abgebaut.

Die Grundsätze der KAB lauten: "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen", so Diözesansekretär Josef Haseneder. Die KAB reagiert auch auf die Politik der rot-grünen Bundesregierung und hat zur Agenda 2010 Alternativen entwickelt. Bei der Altersvorsorge setzt die KAB da auf drei tragende Säulen: Grundabsicherung, persönliche Vorsorge und betriebliche Absicherung. Auch zum Thema Massenarbeitslosigkeit hat die KAB laut Haseneder Antworten gefunden: "Uns geht die Arbeit aus. Viele Jahre lang wurde rationalisiert und schwere Arbeit vom Menschen weg genommen. Das ist nun ein Nachteil. Es müssen neue Tätigkeitsfelder erschlossen werden." Wichtig sei ein Gehalt für erziehende Elternteile, die auf einen Arbeitsplatz verzichten. Mit Bundesbankgewinnen und Krediten könne ein Monatsgehalt von 2000 Euro finanziert werden. "Dadurch würde die Volkswirtschaft in Gang gebracht. Die Kosten würden sich wie bei ABM-Maßnahmen wieder refinanzieren", sagt Haseneder.

Seit 40 Jahren kümmert sich die Ismaninger KAB, eingebunden in die katholische Pfarrei, um örtliche Themen. Vor fünf Jahren haben KAB und Kolping unter anderem eine Lehrstellenbörse in Ismaning ins Leben gerufen.Marion Friedl

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