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Marode und seit Jahren auf der Agenda der Stadt: die Michael-Ende-Schule in Unterschleißheim. Eine Entscheidung haben die Stadträte im Ba uausschuss noch einmal vertagt. 

Michael-Ende-Schule soll an der Raiffeisenstraße bleiben

Die Michael-Ende-Grundschule in Unterschleißheim ist schon lange marode. Und noch immer ist nicht klar, was mit ihr passieren soll.

Unterschleißheim– Als Lösung für die marode Michael- Ende-Grundschule in Unterschleißheim zeichnet sich ein Neubau am bisherigen Standort ab, an der Raiffeisenstraße. Schulleitung, Lehrer und Eltern wollen keinen Umzug an den Münchner Ring zu Gymnasium und Realschule. Die Stadträte selbst haben im Bauausschuss die Entscheidung erst einmal vertagt.

Seit Jahren steht die Diskussion um die Schule immer wieder auf der Tagesordnung. Hinzu kommt jetzt, dass das Areal an der zentral gelegenen Straße ideal wäre, um andere Projekte zu verwirklichen, etwa ein Betreutes Wohnen.

Darüber, dass die Entscheidung nun noch einmal vertagt werden musste, ist Unterschleißheims Bürgermeister Christoph Böck (SPD) nicht begeistert: Seit sechs, sieben Jahren werde über einen Ausbau der Grundschule geredet. „Wir müssen endlich zu Potte kommen“, sagte er. In einem Schlusswort ermahnte Böck die Fraktionen, die nächste Sitzung im Januar nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. „Lassen Sie sich die Argumente bis dahin durch den Kopf gehen.“ Die Dringlichkeit seiner Worte unterstrich Böck, indem er sich im Anschluss an die Ausschusssitzung in einer Klausurtagung seiner Fraktion ausdrücklich der Forderung der SPD-Stadträte anschloss: Die Fraktion setzt sich für einen Neubau auf bisherigem Grund ein. Dezidiert wendet sich die SPD gegen den Vorschlag der CSU, die Grundschule neben Gymnasium und Realschule hochzuziehen.

Auf einem Campus mit 2700, zumeist deutlich älteren Schülern würden Grundschüler „untergehen“, fürchtet SPD-Fraktionschefin Annegret Harms. „Ein Neubau auf dem bisherigen Schulgrundstück ist die richtige Lösung“, sagte Harms. Das Wort der Fraktionsvorsitzenden hat gerade in Schulangelegenheiten über Parteigrenzen hinaus Gewicht. Harms leitet den Ganztagsbereich am Carl-Orff-Gymnasium.

Die CSU dagegen hält das Grundstück an der Raiffeisenstraße für einen prima Standort, um ein Haus für Betreutes Wohnen zu bauen. Zentrumsnah, mit Busanbindung – seit Langem würde ein geeigneter Standort für eine Senioreneinrichtung gesucht, argumentierte Theodor Pregler. Man sollte diese Option zumindest ins Auge fassen, eine Entscheidung nicht übers Knie brechen.

Dieser Meinung schlossen sich die Freien Bürger an. Zwar würde Stadtrat Martin Reichart den Neubau auf altem Grund wählen, hätte er im Bauausschuss entscheiden müssen. Wollte er aber nicht. Auf seinen Antrag hin vertagte sich der Ausschuss. Von der SPD-Baureferentin Katharina Bednarek und der Fraktionsvorsitzenden Annegret Harms in der Klausurtagung geführt, ist die SPD-Fraktion nach wie vor überzeugt, die besseren Argumente auf ihrer Seite zu haben: Standort-Verlässlichkeit sei gerade für Grundschüler wichtig, sagte Harms. Die Kooperation mit dem Hort der evangelischen Pfarrgemeinde gewährleiste zudem eine Ganztagsbetreuung, auf die die Eltern zunehmend angewiesen seien. „Viele Eltern bauen auf Betreuung bis 16, 17 Uhr“, sagte Harms, die eine „Wohlfühlzone“ für Grundschüler prognostiziert. Auf einem künftigen, aus Realschule, Gymnasium und womöglich Montessori-Schule, bestehenden Campus hingegen seien sogar Spielflächen rar. Die „Verkehrs- und Sicherheitssituation“ am Münchner Ring wertet die SPD als kritisch. Betreutes Wohnen kann nach Meinung der SPD auf dem Bauhof-Gelände entstehen, das demnächst frei werden soll.

Die von der SPD favorisierte Variante eines Neubaus an alter Stelle würde die Stadt rund 21,5 Millionen Euro kosten, der Neubau am Campus 29,5 Millionen Euro.  an

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