Miesbacher Zuchtverband blickt optimistisch in die Zukunft

- VON RAFAEL SALA Arget - Der Miesbacher Zuchtverband, dem auch die Viehzuchtgenossenschaft München Land angeschlossen ist, befindet sich auf Erfolgskurs: Der Verband konnte 2005 einen Umsatzuwachs von 15 Prozent erzielen. "Nur wenn wir der größte Markt bleiben, können wir die hohen Preise weiter halten", zog Zuchtbandsvorsitzender Balthasar Biechl gestern beim Züchtertag im Argeter Gasthaus Schmuck Bilanz.<BR>

<P>Zurückzuführen sind die positiven Zahlen auf die 2005 umgesetzte Agrarreform. Infolge des mit der EU-Entscheidung verbundenen Rückgangs der Rindfleischproduktion konnten die oberbayerischen Anbieter die Preise insbesondere für das europaweit gefragte Fleckvieh nach oben treiben. Wie Biechl ausführte, hätten sich die Margen beim Kälbermarkt besonders gut entwickelt: 30 700 Tiere wurden vergangenes Jahr verkauft. Im Jahr 2004 waren es zwar 1100 mehr, doch infolge der gestiegenen Preise wirkte sich der Rückgang nicht aus. Im Gegenteil: "Wir stehen so gut da, wie schon lange nicht mehr", hob Biechl hervor. Der Umsatzerlös der unter dem Miesbacher Dachverband organisierten acht Zuchtgenossenschaften beträgt 15,5 Millionen Euro, gut 13 Millionen Euro davon kommen aus dem Verkauf von Kälbern.<P>Insgesamt ist der Bedarf nach Fleckvieh enorm angestiegen. Große Nachfrage besteht vor allem in Russland, wo Zuchtvieh und damit Rindfleisch- und Milcherzeugnisse immer knapper werden. 4000 Kühe will das russische Landwirtschaftsministerium allein aus Bayern beziehen. Inwieweit der Miesbacher Verband davon profitieren wird, steht zwar noch nicht fest, doch Biechl zeigt sich zuversichtlich: "Da wird schon etwas für uns abfallen."<P>Hohe Qualität der Erzeugnisse <P>Ebenfalls zufrieden stellend verlief Biechl zufolge der heimische Verkauf auf dem Miesbacher Markt. Ob bei Zucht-, Prüf- oder Deckstieren sowie Kühen und Kalbinnen: "Wir hatten eine Steigerung in allen Kategorien." Dies sei umso erfreulicher, als der Standort in Miesbach nicht der günstigste sei. Die Anfahrtswege dorthin seien lang und die Transportkosten hoch. Dass Miesbach bei den Verkaufsergebnissen dennoch an der Spitze liegt, ist Biechl zufolge allein auf die hohe Qualität der Erzeugnisse zurückzuführen: "Da sind wir eben ganz oben mit dabei." Auch Sauerlachs Zweite Bürgermeisterin Ulrike Beck (CSU) rühmte die Leistung der Zuchtgenossenschaftsverbände: "Es ist wichtig, sich auf dem weltweiten Markt zu positionieren. Sie können getrost in den globalen Wettbewerb treten."<P>Für so viel Engagement gab es Preise: Der Sauerlacher Anton Lechner wurde vom Miesbacher Verband für seine "Siegerkuh" prämiert, für die er vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium auf der Oberbayernschau bereits eine Medaille erhalten hatte. Auch Josef Ücker und Johann Eberl wurden vom Miesbacher Verband für die Leistung ihrer Stiere ausgezeichnet.<P><P>

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