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5,2 Millionen Euro: Die Mehrzweckhalle kommt

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Bald Wirklichkeit: In zwei Jahren wird an der Stelle der jetzigen Mehrzweckhalle in Straßlach-Dingharting ein neues Bürgerhaus stehen. Die Mängel der ersten Planung sind, bis auf kleine Ausnahmen, beseitigt. foto: fkn
Bald Wirklichkeit: In zwei Jahren wird an der Stelle der jetzigen Mehrzweckhalle in Straßlach-Dingharting ein neues Bürgerhaus stehen. Die Mängel der ersten Planung sind, bis auf kleine Ausnahmen, beseitigt. foto: fkn

Straßlach-Dingharting - Die Gemeinde Straßlach baut sich eine neue Mehrzweckhalle

Straßlach - Keine Sanierung, keine kleinteilige Lösung. Viel mehr. Straßlach baut sich eine neue Mehrzweckhalle. Das hat der Verwaltungsrat entschieden. 14 000 Kubikmeter Raum für Bürger und Vereine. Kosten soll das 5,2 Millionen Euro. Blick auf eines der größten Projekte der Gemeindegeschichte.

Einen kleinen Seitenhieb auf seine CSU-Kollegen wollte sich Hans Sienerth (parteilos) nicht verkneifen. Die Arbeit der Verwaltung bei der Planung der Mehrzweckhalle habe besser nicht sein können. So, sagte Straßlachs Rathauschef, „könnte auch ein ehrenamtlicher Bürgermeister die Gemeinde führen“.

Ein schlanker Verweis auf den Vorschlag der CSU, aus dem haupt- einen ehrenamtlichen Bürgermeister zu machen (wir berichteten). Und mehr als das. Denn dem sachorientierten Rathauschef geht ein solcher Satz wohl nur in Momenten großer Euphorie von den Lippen. Er hat das Ding gewuppt. Die neue Mehrzweckhalle kommt.

Es ist eines der größten Projekte der jüngeren Gemeindegeschichte. Umso wichtiger, dass sich der Verwaltungsrat nach Jahren der Planung einstimmig dafür entschieden hat. 5,25 Millionen Euro soll der Bau kosten. Zusätzlich stellt die Gemeinde 250 000 Euro Risikozuschlag in ihren Haushalt. Die gleiche Summe ist für die Ausstattung der Halle eingeplant. Rund 173 000 Euro kommen für den Kauf einer Traglufthalle hinzu.

Dabei lief bei der Planung längst nicht alles glatt. Ein Entwurf des zunächst beauftragten Architekturbüros wies laut Sienerth „Berechnungsmängel“ auf. Das Foyer sei zu klein und dunkel, einige Bereiche des Gebäudes nicht behindertengerecht gewesen. Trotz des Architektenwechsels im Jahr 2012 steht fest: „Wir werden nicht überall behindertengerechte Zugänge hinkriegen.“

Auch die Kosten mussten mehrere Male nach oben korrigiert werden. Eine erste, frühe Schätzung sah 3,8 Millionen Euro für den Bau vor, der erste Architektenentwurf kam schon auf rund 4,9 Millionen. Nun sind es mehr als fünf Millionen. Architekt Hannes Kopp spricht trotzdem von einem „sehr guten Wert“. Die Teurung gehe in erster Linie auf die bundesweit steigenden Kosten für Haustechnik zurück.

Bei allen Mehrkosten können sich die Straßlacher allerdings darauf verlassen, dass der Preis für das neue Bürgerhaus nun stabil bleibt. 90 Prozent der Summe seien Pauschalangebote, sagte Sienerth. Seine Versicherung: „Die Kosten werden nur dann steigen, wenn wir uns zwischendrin umentscheiden.“

Damit ist allerdings kaum zu rechnen. Die Verbandsräte zeigten sich mit der Planung fast durchweg zufrieden. Albert Geiger (BP) lobte den Hallen-Entwurf, weil er den „Grund in der Ortsmitte sinnvoll nutzt“. Peter Schneider (UWV) sagte knapp: „Wir bauen’s einfach.“

Ganz einfach wird’s allerdings nicht. Zumindest nicht für alle. Während der auf zwei Jahre angesetzten Bauphase werden Schulsport und Vereine in eine Traglufthalle ausquartiert, die direkt hinter dem Neubau errichtet wird. Dem Jugendzentrum stehen drei miteinander verbundene Container zur Verfügung. Ebenfalls in Containern werden Umkleiden eingerichtet und Sportgeräte gelagert.

Auch Autofahrer werden sich umstellen müssen. Im Bereich des Neubaus wird ein Parkverbot gelten. Die Gemeinde will aber für Ausgleichsflächen sorgen.

Kleines Sahnehäubchen: Der Baufortschritt soll per Webcam dokumentiert werden.

Marcus Mäckler

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