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Wacker beim Sägen: Filmemacher Klaus Bichlmeier findet wieder eine originelle Einstellung für sein neues Filmprojekt. Hier am Ortsweiher in Unterhaching.

Filmdreh auf dem Eis

Mit der Bogensäge im Weiher zu Gange

Unterhaching Der Ottobrunner Filmemacher Klaus Bichlmeier erzählt in seiner neuesten Dokumentation aus seinen Kindheitserinnerungen. Im Augenblick arbeitet er an dem neuen Projekt: Bierkultur in Bayern. Der Winter ist heuer besonders kalt, die Eisschicht besonders dick. Da kam dem Kameramann die Idee, eine Szene für den Film am gefrorenen Unterhachinger Parksee nachzustellen.

Man schreibt in Bayern das Jahr 1960. Der Kühlschrank war zwar schon erfunden, aber kaum eine Brauerei konnte sich dieses Gerät leisten. So habe man sich mit Natureis aus dem Weiher beholfen, um in den Bierkellern den Gerstensaft kühl zu halten. Bichlmeier fand am Unterhachinger Ortsweiher die besten Bedingungen für seine Aktion. Er nahm eine große Bogensäge und einen Bohrer in die Hand, und schon konnte es losgehen. Klaus Bichlmeier ist selbst in einer Bierwirtschaft groß geworden. Er weiß noch gut, wie im Winter der Eiswagen am Wirtshaus vorgefahren ist. „Gleich an der Einfahrt war ein kleines vergittertes Kellerfenster. Dort wurden die gesägten Eisbarren reingeschoben“, erinnert er sich. Die Kinder hatten daran einen Riesenspaß. Jeder durfte mal daran lecken.

Und im Sommer war es dann soweit. Eine eisgekühlte Mass unter den Kastanien im Biergarten, was kann besser schmecken? Die Szenen sind zu sehen in Bichlmeiers Film mit dem Titel: „Heimat Ottobrunn“. Er wird Ende November im Wolf-Ferrari-Haus gezeigt.  mm

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