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Letzte Herausforderung Ferropolis: Jonathan (Jonny) Anater und Keri m Rohr aus Ottobrunn (beide in grünen T-Shirts) kämpfen ein letztes Mal um den Sieg – und setzen sich am Ende gegen die beiden anderen Teams erfolgreich durch. 

Mit eisernem Willen zum Sieg

Die Schüler Kerim Anater (16) und Jonathan Rohr (16) aus Ottobrunn haben das Finale der KiKA Fernsehsendung „Trau dich!“ gewonnen. In einer spannenden letzten Folge setzten sie sich gegen ihre Konkurrenten aus Köln und Rosenheim durch. Jetzt sind beide schon in den USA.

Ottobrunn– Sie kletterten zwischen Bergbaumaschinen, flogen mit Flyboards, einem Wasser-Jet Pack, und entschärften Bomben: Durch actionreiche Aufgaben hatten sich Kerim Anater und Jonathan Rohr aus Ottobrunn an sieben Tagen gekämpft, bis sie im Finale der KiKA-Sendung „Trau dich!“ standen. Von den anfangs 24 Teams waren da nur noch drei übrig: Jan und Michel aus Köln, Selina und Karo aus Rosenheim und die beiden Ottobrunner. Am achten und letzten Wettkampftag mussten sie dann vom letzten Platz aus starten. Es wurde noch einmal richtig spannend. „Am letzten Tag hat sich alles geändert“, erzählt Kerim, „da waren einige Zuschauer sicher überrascht.“

Wie Spinnen mussten die Finalisten in der ersten „Challenge“ des Finales an einem Netz zwischen zwei riesigen Bergbaumaschinen klettern. Im Hintergrund waren gewaltige Bagger, groß wie Häuser, zu sehen, die dem Tagebau-Museum bei Dessau seinen Namen geben: Ferropolis, Stadt aus Eisen. Und eisernen Willen mussten die Finalisten beweisen. „Das war krass anstrengend und wir haben es nur mit Teamwork geschafft“, sagt Kerim. Zehn Stationen sollten beide Teammitglieder, gegenüber voneinander, am Netz abklettern. Schon bei Station sechs überschritten sie das Zeitlimit. „Ab der fünften Station musste ich Jonathan durch das Netz festhalten, damit er nicht fällt. So fertig waren wir“, erzählt Kerim. Doch auch die anderen Teams schafften nicht mehr Stationen im Netz, und so gelang den beiden Schülern aus Ottobrunn der Sieg in dieser Challenge. Das führt Kerim vor allem auf ihre Fitness zurück: „Jonathan und ich machen viel Sport und gehen jede Woche gemeinsam zum Krafttraining und Schwimmen.“

Für die zweite und letzte Prüfung ging es dann ins Wasser. Auf Jet-Skis mussten die drei Teams durch einen Parcours aus Bojen kurven und in möglichst kurzer Zeit alle Bojen abklatschen. Wieder war Teamwork gefragt. „Jonathan ist gefahren und hat richtig Gas gegeben“, sagt Kerim, der bei der hohen Geschwindigkeit Schwierigkeiten, hatte alle Bojen zu berühren. Eine hat er nicht mehr erwischt, und den beiden wurden fünf Strafsekunden aufgebrummt. Dass es trotzdem gereicht hat, überraschte Kerim: „Karo und Selina fahren beide Motorrad und waren vielleicht etwas im Vorteil, aber Jonathan war so schnell, dass wir am Schluss trotz Zeitstrafe immer noch einige Sekunden Vorsprung hatten.“

Mit den Siegen in den beiden Disziplinen holten die beiden Burschen aus Ottobrunn den Rückstand vom vorherigen Wettkampftag auf und konnten am Ende den Gesamtsieg feiern.

Ihr Preis: Die Reise in ein mehrtägiges Sport-Camp in Italien. Das muss aber vorerst warten. Denn das nächste Schuljahr verbringen beide Schüler nicht am Gymnasium Ottobrunn, sondern an einer Highschool in den USA. Kerim in der Nähe von Syracus im Staat New York, Jonathan in der Nähe von Chicago. Kerim ist schon seit Montag in den USA, Jonathan ist am Donnerstag gelandet.

Wie alles begann

Angefangen hatte alles im Frühjahr, als Kerim Anater über den Bewerbungsaufruf des Jugendsender „gestolpert“ war, wie er selbst sagt. Gemeinsam mit seinem Freund Jonathan Rohr (16) drehte er daraufhin ein kleines Bewerbungsvideo. „Wir waren etwas überrascht als wir angenommen wurden, weil unser Video im Vergleich zu dem, was die anderen gemacht haben, gar nicht so besonders war“, erzählt der 16-jährige Kerim, der selbst auch einen kleinen Youtube-Channel betreibt.Korbinian Bauer

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