Mädchen klaut Papas Autoschlüssel und unternimmt Spritztour mit Cousin (7) - es geht böse aus

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Mit der Tram von Garching nach Oberschleißheim: Die Nahverkehr-Studie schlägt eine etwa zwölf Kilometer lange Tram-Trasse vor, die die drei nördlichsten Kommunen im Landkreis verbindet. Mögliche Haltepunkte sind mit einem „T“ gekennzeichnet. Ein Vorteil der Stadtbahn: die Zeitersparnis. Ein Nachteil: die hohen Kosten.

Kreisräte diskutieren Studie

Mit der Tram durch den Norden

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Gutachter stellt Visionen für einen besseren öffentlichen Nahverkehr im Landkreis vor. Ein Vorschlag: Eine Stadtbahn soll Oberschleißheim und Garching verbinden.

Landkreis – Man stelle sich das nur mal vor: Von Garching aus mit der Tram nach Unterschleißheim, direkt an den Schulcampus, und das in einer knappen Viertelstunde. Und keine zehn Minuten später könnte man auch schon an der neuen tierärztlichen Fakultät der LMU in Oberschleißheim sein. Derzeit benötigen all diejenigen, die hier auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, für beide Strecken eine gute halbe Stunde. Mit einer Tram wäre man da deutlich schneller. Nur ist eine solche Verbindung ja nichts anderes als träumerisches Wunschdenken. Oder?

Nicht so ganz. Zumindest wenn man der Studie Glauben schenkt, die das Schweizer Planungsbüro „Ernst Basler und Partner“ zusammen mit dem Lehrstuhl für Raumentwicklung der Technischen Universität München und dem Büro „Studio Stadt Region“ im Auftrag des Landratsamtes München erstellt hat. Ziel der Studie: die Perspektiven im öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis München aufzeigen. Die Ergebnisse der gleichnamigen Studie präsentierten die Macher nun im Mobilitätsausschuss des Kreises.

Im Abschlussbericht enthalten sind eine Vielzahl an mitunter äußerst kostspieligen Visionen. Darunter eben auch jene der Tram-Trasse zwischen Garching und Oberschleißheim, die zwar bis zu 480 Millionen Euro kosten würde, aber dennoch als „machbar und realisierbar“ tituliert wird. Finanzielle Aspekte und etwaige Zuständigkeitskonflikte standen in der Studie jedoch von vorneherein hinten an. Das muss einem beim Betrachten der Ergebnisse klar sein. Ihren Fokus sollten die Planer einzig und alleine auf die Ausarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten im Landkreis legen.

Seit 2015 erarbeiteten sie daher Ideen, wie sich der Nahverkehr in den kommenden Jahrzehnten verändern kann. „Es gibt großen Bedarf, die Infrastruktur zu entwickeln“, sagte Salem Blum vom Schweizer Planungsbüro mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung im Kreis. Er machte aber auch klar: „Das sind alles keine Maßnahmen, die sich von heute auf morgen realisieren lassen.“

Realisierung bis 2050

In ihrem Visionen-Katalog gehen die Planer von einem Planungs- und Realisierungszeitraum aus, der sich bis ins Jahr 2050 streckt. Darin ist neben der Stadtbahn im Norden, mit der die dortigen Wirtschaftsstandorte besser verbunden wären, auch eine bessere An- und Verbindung der östlichen Kommunen ausgearbeitet. Etwa durch neue Buslinien als Tangentialen. Eine „Stadtbahn Ottobrunn“, die sich von Neuperlach Süd aus über Neubiberg und das westliche Ottobrunn bis ins Gewerbegebiet in Brunnthal erstreckt, könnte hingegen das Hachinger Tal besser erschließen.

Investitionskosten von bis zu 2,5 Milliarden

Laut der Studie „möglich“, aber angesichts der immensen Investitionskosten von bis zu 2,5 Milliarden Euro und einem enormen Bauaufwand fast schon illusorisch anmutend, wäre der Ausbau des Nordrings. Ein Schienennetz, auf dem aktuell nur Güterzüge verkehren. Ergänzen müsste man jenes um einen Streckenabschnitt zwischen Unterföhring und Gronsdorf. Dann könnten die Züge auf dem Ring von Haar über Feldkirchen, Aschheim und Unterföhring bis Dachau fahren.

Verlängerung der U6 nach Neufahrn

Freilich enthält die Studie nicht nur Visionen und Vorschläge, sondern auch konkrete Empfehlungen. Eine Verlängerung der U6 bis nach Neufahrn etwa oder ein zweigleisiger Ausbau der S7 von Ottobrunn bis Dürnhaar. Ebenso sei ein zweigleisiger Ausbau der S7-Trasse nach Wolfratshausen zu empfehlen. Und im Osten hält die Studie eine viergleisige S6 von Riem nach Markt Schwaben für denkbar und empfehlenswert.

In der Studie werden einmal mehr die zentralen Schwachpunkte des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis deutlich: die Tangentialverbindungen, die die einzelnen Kommunen und S-Bahn-Äste vernetzen. „Unsere Achillesferse“, konstatiert Stefan Schelle (CSU).

Der Landkreis will nun spezifische Nachfolgegutachten in Auftrag geben, um die Projekte zu priorisieren. Verstauben soll die Studie keinesfalls. „Uns ist sehr daran gelegen, dass die Planungen nicht in einer Schublade verschwinden, sondern dass wir sie uns jetzt aufportionieren“, sagte Landrat Christoph Göbel (CSU).

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