1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis

Microsoft prüft intensiv Wegzug aus Unterschleißheim

Erstellt:

Kommentare

null
© picture-alliance/ dpa

Unterschleißheim - Von Mitarbeitern von Microsoft ist nach außen gedrungen, dass der Software-Riese Unterschleißheim tatsächlich verlassen und nach München ziehen werde. Die Unternehmensleitung dementiert: Noch sei nichts endgültig.

Seitdem vor wenigen Wochen öffentlich bekannt wurde, dass Microsoft prüft, seine Deutschland-Zentrale nach München zu verlegen, ist man in Unterschleißheim verunsichert, ob hier reine Unternehmensstrategie am Werk ist oder ob es ernst ist mit den Umzugsplänen. Für die Stadt wäre das ein erheblicher Verlust. Nicht nur Gewerbesteuern in Millionenhöhe würden dadurch verloren gehen. Es wäre auch ein bitterer Abschied von einem Aushängeschild für Unterschleißheim als Wirtschaftsstandort. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 hat Microsoft seinen Sitz in Unterschleißheim. 1800 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Doch weil sich die Anforderungen an ein modernes Bürogebäude energetisch wie auch vom Arbeitsmodell her verändert haben, kamen nun Überlegungen eines Standortwechsels auf. Das Gebäude in Unterschleißheim an der Konrad-Zuse-Straße könne das jedenfalls nicht mehr erfüllen. „Wenn wir in Unterschleißheim bleiben, müssten wir in jedem Fall umbauen und die Mitarbeiter würden mindestens ein halbes Jahr auf dem Parkplatz in provisorischen Räumen unterkommen“, sagt Heiko Elmsheuser, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Microsoft. Zur Wahl stehen aber auch noch ein Grundstück in Schwabing und eines in Riem, auf denen das Unternehmen neu bauen könnte. Derzeit laufen Verhandlungen mit den Eigentümern.

In Präsentationen konnten sich die Mitarbeiter selbst ein Bild von den möglichen neuen Standorten machen und in Fragebögen ihre Meinung dazu abgeben. „Wir hatten gehofft, es würde sich dabei ein favorisierter Standort herauskristallisieren, aber leider war das Ergebnis sehr ausgewogen“, berichtet Heiko Elmsheuser.

Im Jahr 2015 läuft der Mietvertrag mit dem Eigentümer aus. Alle drei Konzepte liegen nun dem Mutterkonzern zur Begutachtung vor. pk

Auch interessant

Kommentare