Mittagsbetreuung sucht Räume

Schäftlarn - Die Mittagsbetreuung in Schäftlarn boomt. Die Eltern wünschen auch am Nachmittag eine Betreuung für ihre Kinder. Ab September könnten acht Gruppen gebildet werden. Allerdings fehlen Räume.

Größere Raumprobleme hat die Schülermittagsbetreuung (SMB) unter der Trägerschaft des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverband München-Land. „Marion Naeser, die Leiterin der Einrichtung hat mir mitgeteilt, dass sie so viele Anmeldungen hat, dass es für eine achte Gruppe reichen würde“, brachte der geschäftsführende Beamte Stefan Wallner das Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf den Tisch.

Allerdings würde hier eine Betreuung bis 16 Uhr gewünscht. „Natürlich müsste eine weitere Fachkraft eingestellt werden“, führte Wallner aus. „Aber das vorrangigste Problem ist der Platzmangel.“ Benötigt wird nun ein etwa 35 Quadratmeter großer, zusätzlicher Raum.

Derzeit werden 127 Kinder in den beiden Hort- und fünf SMB-Gruppen betreut, eine Gruppe sogar bis 16 Uhr. Erste Anlaufstelle für Wallner war die Grundschule Schäftlarn, in deren Erdgeschoss die SMB seit Herbst 2011 untergebracht ist. „Hier sind alle Klassenzimmer belegt, ebenso wie die Zimmer für den Religionsunterricht“, berichtete Wallner. Ab September werden aufgrund der Anmeldungsstärke drei erste Klassen gebildet werden. „Sie haben selber kaum noch Platz.“

Also machte sich der Hauptamtsleiter sozusagen auf Herbergssuche in der näheren Umgebung. „Ich habe im Kindernetz angefragt - aber auch hier sind keine Kapazitäten mehr vorhanden. Zudem sind die Räume von der Einrichtung her auf Kleinkinder ausgelegt.“

Nächste Adresse war die katholische Pfarrei St. Benedikt. „Die haben einen schönen Pfarrsaal, der sich wunderbar geeignet hätte.“ Wallner zuckt bedauernd mit den Schultern. „Doch der wird nach Aussage des Verwaltungsrats für Kurse genutzt.“

Auch bei der evangelischen Kirchengemeinde hat der geschäftsführende Beamte angeklopft - wartet aber noch auf eine Antwort.

Maria Kötzner-Schmidt (GU) kehrte noch einmal zu der Ablehnung seitens der Grundschule zurück: „Hatten wir beim Umbau der Schule nicht auch einmal die Ganztagesschule ins Auge gefasst? Sollten wir das jetzt nicht vorantreiben?“ Hans-Jürgen Heinrich (SPD) sprang Ratskollegin Maria Kötzner-Schmidt zur Seite: „Wären sie jetzt Ganztagesschule, müsste es ja auch gehen.“ Er schlug vor, noch einmal an die Schule zu appellieren. Zudem müssten auch die Eltern Druck machen.

Nun schaltete sich Christian Fürst (CSU) ein: „Dass Bedarf besteht, sieht man an den zahlreichen Anmeldungen: Die Eltern wollen ihre Kinder am Nachmittag betreut haben. Ich finde auch, dass nun die Schule zumindest mit einem Zug reagieren sollte.“ sh

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