Nach Fernsehgarten-Skandal: Nächste peinliche Aktion von Luke Mockridge vor Zeugen

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Ulrich Walter flog im Frühjahr 1993 für die deutsche Spacelab-Mission D2 ins All.

Einer war selbst schon im All

„Es war dramatisch“: Zeitzeugen berichten, wie sie die Mondlandung erlebten

Vor 50 Jahren setzte erstmals ein Mensch einen Fuß auf den Mond. Wir haben Zeitzeugen gefragt, wie sie diesen historischen Moment in Erinnerung haben. 

Landkreis – „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“ Ein historischer Satz, den Neil Armstrong vor 50 Jahren sagte, als er als erster Mensch den Mond betrat. Viele Bürger verfolgten die damalige Sensation bis spät in die Nacht. Vor den Fernsehgeräten auf der ganzen Welt entstand eine nie da gewesene Faszination für Weltraum und Raumfahrt. Vier Zeitzeugen aus dem Landkreis erinnern sich an den 20. Juli 1969 und erzählen von der Apollo-Mission, wie sich die Raumfahrt heute entwickelt und von ihrer ganz persönlichen „Mondlandung“.

Heinz Durner (78) aus Oberhaching setzt sich für die Konzeption innovativer Schulkonzepte ein und hat ein großes Interesse an der Raumfahrt:

„Die Mondlandung war für mich dramatisch. Es gab im Vorhinein so viele Katastrophen. Die Chancen, dass man gesund wieder nach Hause kommt, standen bei 50 Prozent, also Dramatik pur. Ein riesiges Wagnis. Die Mondlandung war schon eine enorme Leistung, und es wird noch viel passieren: Letztens die Landung der Chinesen im Funkschatten auf der Rückseite des Mondes. Meine persönliche Mondlandung war die aufwendige Fertigstellung des Unterhachinger, Grünwalder, Ismaninger und Unterföhringer Schulcampus. Dort müssen wir unsere Schüler für den Weltraum faszinieren.“

Georg Rehorst (54) bestückt das Raumschiff Orion bei Airbus in Ottobrunn, das 2022 vom Kennedy Space Center bemannt zum Mond fliegt:

„Ich habe damals mit meinen Eltern auf der Couch gesessen, das war berührend und auch motivierend. Wir haben heute in unseren Smartphones mehr Rechenleistung als bei der damaligen Apollo-Mission. Seit der Mondlandung habe ich mich wirklich immer für die Raumfahrt interessiert. Viele Jahre war es mein Lebenstraum, einmal auf den Mond zu fliegen. Dafür habe ich bei der Bundeswehr studiert und schließlich angefangen, bei Airbus zu arbeiten. 2022 wollen wir wieder dorthin. Im Jahr 2020 findet der erste Testflug statt. Leider werde ich es persönlich wohl nie auf den Mond schaffen. Das prägendste Ereignis – also meine persönliche Mondlandung – war die Geburt meines Sohnes.“

Quint Buchholz (61) aus Ottobrunn ist deutscher Buchautor und Illustrator, in dessen Werken der Mond eine wiederkehrende Rolle spielt:

„Ich war damals elf Jahre alt und war begeistert von der Raumfahrt, ich habe viel Wernher von Braun gelesen und selbst mal kleine Raketen gebaut, dann habe ich es aber irgendwann aufgegeben. Am Abend der Mondlandung habe ich die Bilder am Fernsehen mit meinem Cousin verfolgt. Die Astronauten waren für uns Helden – weil sie sich so etwas trauen. Der Mond in seiner poetischen Art war ein großes Thema für mich. In meinen Augen ist er ein Sehnsuchtsobjekt, das wir nicht fassen können. Ich habe deshalb viele Bilder und Illustrationen – viele kennen das Buchcover „Sophies Welt“ von Jostein Gaarder – gemalt. Meine Familie und meine Kinder sind meine zentrale Mondlandung. Nebenbei war ich allerdings auch stolz als im Januar mein Gemälde der Erde auf dem Bildcover ‚Der Zeit‘ landete.“

Ulrich Walter (65) ist Astronaut, flog mit 30 ins All und ist heute Inhaber des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität in Garching:

„Ich habe die Mondlandung im Bett miterlebt. Meine Mutter sagte mir um Mitternacht, dass ich ins Bett gehen soll. Wie Neil Armstrong den ersten Fuß auf den Mond setzte, habe ich nicht im Fernsehen gesehen, aber die Medien waren ja voll davon. Es hat mich extrem fasziniert. Amerika war damals ein anderes Universum, eine ganz andere Dimension. Damals war die Faszination viel größer als heute. Als Deutscher konnte man damals kein Astronaut werden. Ich habe auch nie gedacht, dass ich jemals Astronaut werde. Und mit 30 flog ich dann doch ins All. Da konnte ich Wissenschaft im Weltraum machen. Das ist wie Sahne auf der Erdbeertorte. Natürlich war es riskant: Die Wahrscheinlichkeit für einen Fehlstart lag bei 1 zu 100. Im Vorhinein wird man von der NASA deshalb aufgeklärt. Menschen sterben, wenn sie an die Extreme gehen. In der Raumfahrt muss man an die Zukunft glauben, viele haben allerdings Angst davor. Die Deutschen unterschätzen das und sollten sich der Raumfahrt mehr zuwenden und auf die eigene Zukunft achten.“

Alexander Spöri

Der Vorwurf, die Mondlandung, die sich an diesem Wochenende zum 50. Mal jährt, habe nie stattgefunden, ist fast so alt wie die Landung selbst. Es ist ein Klassiker unter den Verschwörungstheorien. Menschen glauben gerne die unglaublichsten Dinge. Dafür gibt es gute Gründe.

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