Es wirkt, sagt Schulleiter Hans Schmidt zum Einsatz von Steffen Kirchner (l.) als Motivator. Foto: Rammelsberger

Motivationstrainer Steffen Kirchner spornt Mittelschüler in Haar an

Haar - Die Schule ist stressig, der Nachmittag vollgestopft mit allen möglichen Aktivitäten. Woher soll dann noch die Kraft für neue Taten, für bessere Leistungen, egal ob schulisch und sozial, kommen?

Die Mittelschule Haar setzt mit dem Lionsclub München-Keferloh auf ihr Projekt „Be a Winner“. Heuer sind sie ins dritte Jahr gestartet, Motivationstrainer Steffen Kirchner kam in die Aula.

Der Motivationstrainer trat vor die Buben und Mädchen, sprach - und ließ eine ungewohnte Ruhe am Ende zurück. Seine Worte wirkten. Seine Tipps, warum es wichtig ist sich Ziele zu setzen, oder wie diese sein sollten, klangen nach. Im Laufe des Schuljahrs werden diese dann angewandt, werden verarbeitet und verinnerlicht.

Die Schüler werden sich alle zwei Monate in den Klassen zusammensetzen. Erst schätzt sich jeder selbst ein, dann kommen die Kameraden dran, am Ende der Lehrer. Je nachdem, ob man seine gesteckten Ziele erreicht hat, gibt’s mehr oder weniger Punkte. Der mit den meisten gewinnt, die ersten drei Plätze in den Klassen bekommen jeweils einen Preis. Im vergangenen Jahr fuhren die Erstplatzierten dank des Lionsclubs mit zwei Strechlimos zum Bogenschießen nach Ruhpolding. Heuer stehen die Preise noch nicht fest. Alle 380 Schüler machen mit. „Es wird hier keinen verwehrt, dass er sich verbessert“, sagt Schulleiter Hans Schmidt und lacht. Die Schüler sollen sich selbst besser kennenlernen, Selbstbewusstsein sammeln. „Oft über- oder unterschätzen sie sich, aber selten richtig.“

Die Mitglieder des Lionsclubs betreuen die Buben und Mädchen auch während des Jahres, helfen beim Suchen nach einem Praktikumsplatz. „Sie sind Industriekapitäne“, sagt der Schulleiter. „Selbst ihr Auftreten in Uniform hilft schon, die Schüler zu motivieren.“ Einmal habe ein Bub beim Anblick eines der Lionsclub-Mitglieder gesagt: „Ich wusste gar nicht, dass wir so wichtig sind“, berichtet der Schulleiter. Das freue ihn, das motiviere ihn und natürlich die Schüler. „Die meisten unserer Schüler sind ja doch in der Schule mit Misserfolgen geprägt“, sagt Schmidt. Bislang hätten sich etwa 80 Prozent der Schüler verbessert, egal ob im persönlichen, schulischen oder sozialen Bereich. Einen solchen Stupser sollen auch die Eltern bekommen, Kirchner hielt seinen Vortrag abends auch vor ihnen. „Ohne sie geht es nicht“, sagt Schmidt. Denn seien die Eltern nicht motiviert, seien es die Kinder erst recht nicht. ama

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