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Mountainbiker protestieren gegen Bagger-Einsatz

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Grünwald - Etwa 20 begeisterte Mountainbike-Fahrer protestierten am Montag gegen die Beseitigung des BMX-Areals am „Bombenkrater“ in Grünwald.

„Es bricht uns fast das Herz“, klagt Stefan Herrmann. Gegen 9.30 Uhr rückten die ersten Bagger an, um den bisher geduldeten Parcours, der sich in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, zu entfernen. Einige Sportler, die sich bisher dort austobten, waren vor Ort (Foto: Reinhard Kurzendörfer), um mit den Arbeitern über den Sinn der Maßnahme zu diskutieren. Ihre Aktion blieb aber wirkungslos: „Als schließlich die Polizei kam, haben wir resigniert“, so Herrmann, der 1999 BMX-Vize-Weltmeister war und sich seit vielen Jahren auf dem etwa fußballfeldgroßen Areal austobt. Die BMXler sind vor allem sauer, weil das Landratsamt erst am Freitag auf ihrer Homepage darüber informierte, dass die von den Sportlern selbst errichteten Rampen und Hügel beseitigt und das Gebiet renaturiert wird. „Wir hatten nur am Wochenende Zeit zu reagieren, und da war das Amt geschlossen“, ärgert sich Herrmann. „Vielleicht hätte man einen Mittelweg finden können.“ Denn mit dem BMX-Areal werde auch eine „soziale Gemeinschaft“ zerstört. „Wir haben den Platz gehegt, gepflegt und geliebt“, so der Münchner.

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