Die Polizei verfolgte den Mini lange über die A9. Zum Anhalten war der Fahrer nicht zu überreden.
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Die Polizei verfolgte den Mini lange über die A9. Zum Anhalten war der Fahrer nicht zu überreden.

Erst durch Unfall gestoppt

Mini in Schlangenlinien auf Chaosfahrt über A9: Mehrere Polizeiwagen nehmen Verfolgung auf

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Ein Mini-Fahrer (20) aus Unterschleißheim legte eine beispiellose Chaosfahrt über die A9 hin. Die Polizei verfolgte ihn mit mehreren Streifenwagen - vergeblich.

Landkreis - Das erleben die Beamten der Verkehrspolizei Hohenbrunn auch nicht alle Tage. In der Nacht von Karsamstag (3. April) auf Ostersonntag (4. April) erhielten sie mehrere Hinweise, dass ein Mini mit Münchner Kennzeichen in „massiven Schlangenlinien“ auf der A9 aus Richtung Ingolstadt kommend auf München zufährt.

Chaosfahrt auf A9 bis nach München: 20-Jähriger kurvt in Schlangenlinien über Autobahn

Mehrere Streifenbesatzungen der umliegenden Dienststellen nahmen im Landkreis München die Verfolgung auf. Doch auf Lichtzeiten und Sirenen reagierte der Fahrer nicht. Er fuhr seine Schlangenlinien über alle Spuren aus. Der Mini krachte dabei mehrmals gegen beide Leitplanken. Für die Verfolger eine brenzliche Situation. Der Mini war nicht zu stoppen.

In Schlangenlinien über A9: Fahrt von Unterschleißheimer endet mit Unfall

Erst in Schwabing stoppte sich der Mini-Fahrer selbst - indem er in den Ford einer 57-jährigen Münchnerin fuhr, von dem Auto abprallte, in den Grünstreifen raste und schließlich mit seinem Mini in einem Zaun stecken blieb.

Glück im Unglück: Die 57-Jährige und der Unfallfahrer, ein 20-Jähriger aus Unterschleißheim, erlitten nur leichte Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Laut Polizei Hohenbrunn war der junge Mann ansprechbar. Ein Atemalkoholtest verlief negativ. Warum der Unterschleißheimer also zur Chaosfahrt quer über die A9 ausrückte, bleibt zunächst Gegenstand der Ermittlungen.

An beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 25.000 Euro. Zur Absicherung und Fahrbahnreinigung war auch die Freiwillige Feuerwehr vor Ort und sperrte für etwa 2 Stunden den rechten Fahrstreifen der Hauptfahrbahn.

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