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Mit diesem Bild aus einer Überwachungskamera suchte die Polizei Ende Oktober vergangenen Jahres nach dem Serientäter. Auf dem Bild ist der richtige Täter zu sehen. Die Polizei hatte daraufhin allerdings den falschen Verdächtigen festgenommen. 

Unterschleißheimer wieder auf freiem Fuß

„Lippenpresser“-Fall: Die Polizei hat den Falschen festgenommen

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Unterschleißheim/München - Im Fall des sogenannten „Lippenpressers“, der seit 2013 im Raum München mehr als 40 EC-und Kreditkartendiebstähle begangen haben soll, hatte die Polizei im Oktober vergangenen Jahres einen Tatverdächtigen festgenommen. Doch wie jetzt bekannt wurde, ist der festgenommene Unterschleißheimer (48) gar nicht der Seriendieb. 

In Gaststätten soll der Seriendieb Geldbeutel mit EC- und Kreditkarten von den Gästen gestohlen haben. Dann hob er Geld an Bankautomaten ab. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 20 000 Euro. 

Ende Oktober veröffentlichte die Polizei Bilder des Täters aus Überwachungskameras und bat die Bevölkerung um Mithilfe. Tatsächlich führte ein Hinweis eines Bürgers die Ermittler auf die Spur des Unterschleißheimers. Nur zwei Tage nach der Öffentlichkeitsfahndung wurde der 48-Jährige in der Wohnung seiner Lebensgefährtin im Münchner Norden festgenommen (wir berichteten)

Doch nach Informationen des Münchner Merkurs ist der Unterschleißheimer inzwischen wieder auf freiem Fuß, weil er nicht der gesuchte Seriendieb ist. Werner Kraus, Sprecher des Polizeipräsidiums München, bestätigte das gegenüber unserer Zeitung: „Am 12. Dezember ist der Beschuldigte aus der Untersuchungshaft entlassen worden.“ Im Zuge der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass er für die Diebstähle nicht in Frage kommt. 

Ein unbeschriebenes Blatt ist der 48-Jährige trotzdem nicht. Er ist bereits seit vielen Jahren polizeilich bekannt. Gegen ihn laufen laut Polizei aktuell noch weitere Ermittlungen wegen Diebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Betrug. Wohl auch deshalb war er ins Visier der Fahnder geraten. Außerdem habe er starke Ähnlichkeit mit dem Mann auf den Fahndungsbildern gehabt, so die Polizei. 

Aber was ist mit dem echten „Lippenpresser“, der seinen Namen übrigens bekam, weil er auf den Bildern der Überwachungskameras immer die Lippen stark zusammen kneift? Treibt er weiterhin sein Unwesen? „Derzeit laufen die Ermittlungen, aber um diese nicht zu gefährden, können wir aktuell keine weiteren Details nennen“, sagt Polizeisprecher Kraus. Eine erneute Öffentlichkeitsfahndung sei jedenfalls nicht vorgesehen. 

pk

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