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Erstattet Bericht: Bürgermeister Werner van der Weck (r.) vor den versammelten Feldkirchnern.

Bei Bürgerversammlung

Mütter klagen über Raser auf Schulweg in Feldkirchen

Feldkirchen – „Die Gemeinde Feldkirchen ist unverändert schuldenfrei“ – diesen Satz wirft der Beamer im Feldkirchner Ratssaal an die Wand. Ein bisschen Eigenlob, auf das die Zuhörer bei der Bürgerversammlung mit Applaus reagieren. Hauptthema bei den Fragen aber ist die Asylbewerber-Unterbringung

Der ehemalige Gemeinderat Werner Schamberger (CSU) hatte sich am Ende einer Reihe von Anmerkungen verschiedener Bürger gemeldet. Diese hatten kritisiert, die Gemeinde informiere nicht richtig über geplante Orte und Wege der Unterbringung von Flüchtlingen im Ort. Ein Bürger warf der Gemeinde vor, sie sei zu passiv auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber. Werner Schamberger reagierte darauf mit einer Aufzählung: Gemeindeblatt, Gemeinderäte, Verwaltung und Bürgermeistersprechstunde. Das seien die Ansprechpartner, wenn Informationen gefragt seien, sagte Werner Schamberger: „Ich muss mich auch selbst um die Informationen, die ich brauche, kümmern.“ Dafür bekam er Bravo-Rufe und Applaus. 

Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) hatte zuvor seine Verwaltung verteidigt: „Ich halte die Gemeinde für sehr aktiv.“ Aktuell hat Feldkirchen zwölf Asylbewerber im VHS-Gebäude untergebracht, dazu kommen 47 unbegleitete Minderjährige im Kinderheim der Inneren Mission. 130 Asylsuchende müsste der Ort laut einer Quote des Landkreises erreichen. Eine Unterkunft für etwa 75 Personen soll an der Emeran- und Bodmerstraße gebaut werden (wir berichteten). Dazu wartet die Gemeinde derzeit auf einen Vertragsentwurf des Landratsamtes, das den Bau auf dem gemeindlichen Grundstück errichtet. Im Jahr 2016 soll die Feldkirchner Quote auf geschätzt 192 anwachsen.

Auch auf die Frage der Sicherheit gab es eine Antwort. Eine Bürgerin hatte Ängste vor einem möglicherweise frauenfeindlichen Verhalten von Asylbewerbern geäußert. Der Leiter der Haarer Polizeiinspektion, Karl Heinz Schilling, stellte klar: „Übergriffe sind nicht bekannt geworden.“ Und das trotz einer Vielzahl von verschiedenen Unterkünften auf seinem Inspektionsgebiet. 

Abgesehen vom großen Flüchtlingsthema hatten die Bürger aber auch noch andere Themen, die ihren Alltag betrafen. So klagten mehrere Mütter über den beschwerlichen Schulweg an der Richthofen- und Zeppelinstraße. Dort bretterten die Autos morgens durch und hielten sich nicht an die Zebrastreifen. Vor kurzen war es dort zu einem Unfall gekommen, weil die Abbiegung in die Bahnhofstraße zu unübersichtlich sei, so die Bürgerinnen. Bürgermeister van der Weck hatte zwar keine Lösung parat für das Problem, dass schon seit vielen Jahren bekannt ist. Er versprach aber, dass die Verwaltung sich der Sache nochmals annehmen werde.

So auch bei dem Anliegen von Anwohnern des Dornacher Feldes. Sie hätten gerne schnelleres Internet. Ein Bürger hat dafür einen speziellen Grund: Er ist gehörlos und kommuniziert hauptsächlich über Bildtelefone, die eine größere Bandbreite benötigen. Die Gemeinde will prüfen, ob in dieser Gegend ein Investor Glasfaserkabel verlegen möchte, auch ein Anschluss im Zuge der Geothermieerweiterung könnte in Frage kommen; mit der Erdwärme sollen auch Glasfaserkabel verlegt werden.

Benedict Witzenberger

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