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Der S-Bahnhof Unterföhring.

Menschen sehnen sich nach Antworten

Die drei quälenden Fragen nach der Schießerei in Unterföhring

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Am Dienstagmorgen hat ein 37-Jähriger einer Polizistin am S-Bahnhof Unterföhring in den Kopf geschossen. Wir geben Antworten auf die drei wohl drängendsten Fragen. 

Nach den Schüssen im S-Bahnhof Unterföhring, bei denen der psychisch kranke Alexander B. (37) am Dienstag einem Polizisten (30) die Waffe entriss, dessen Kollegin (26) in den Kopf schoss und zwei weitere Passanten verletzte, sind noch viele Fragen offen. Die tz gibt Antworten: 

Wie geht es der Polizistin? 

Nach Auskunft der Polizei liegt sie noch immer im künstlichen Koma. Ihr Zustand ist weiterhin sehr ernst. Aber: Mit jedem neuen Tag, den sie übersteht, wächst die Hoffnung, dass sie überleben wird. Ihre Eltern wurden von der Polizei aus Sachsen eingeflogen. Sie sind an ihrer Seite und werden von Polizisten betreut. 

Wie geht es ihren geschockten Kollegen?

Bereits am Tag der Schießerei standen die beiden evangelischen und katholischen Polizei-Seelsorger Hilda Schneider und Monsignore Andreas Simbeck den Kollegen der beiden Beamten aus der Polizeiinspektion 26 in Ismaning zur Verfügung. „Einfach da sein, zuhören, sich interessieren, vielleicht ein gemeinsames Gebet oder einen Besuch am Ort der Schießerei – dafür stehen wir immer zur Verfügung. Notfalls auch in der Nacht, falls Gesprächsbedarf besteht“, so Andreas Simbeck. Die beiden Seelsorger sind für alle bayerischen Polizisten und deren engste Angehörige in allen nur denkbaren seelischen Notlagen da. Die beiden werden von rund 30 Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten in ganz Bayern unterstützt. 

Was geschieht nun mit dem Täter? 

Nachdem es Hinweise auf eine massive Persönlichkeitsstörung des Täters Alexander B. gibt, befindet er sich nun im Isar-Amper-Klinikum Haar. Dort wird er begutachtet. Sollte er als vermindert schuldfähig oder gar schuldunfähig eingestuft werden, kann er nach dem Prozess für unbestimmte Zeit und vielleicht sogar für immer in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden. Zeugen hatten bemerkt, dass er kurz vor den Schüssen Selbstgespräche auf Englisch führte. In der S8 vom Flughafen hatte er ohne jeden Anlass einen Fahrgast mit einem Faustschlag so massiv verletzt, dass der in die Klinik musste. Er wurde bei der Schießerei selbst verletzt. Mit der Mordkommission spricht er bislang nicht.

Wir haben alle News zur Schießerei in Unterföhring in unserem Ticker gesammelt

DOP

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