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Pflichtbewusst: Manfred Renk trug stets die Standarte der Feuerwehr.

Nachruf

Mit dem Blaulicht durchs Leben

Fast sein ganzes Leben lang engagierte sich Manfred Renk bei der Freiwilligen Feuerwehr. Nun ist er gestorben.

Aying – Jetzt wird erst so richtig deutlich, wie sehr Manfred Renk fehlt. „Unser Vater hat eine riesen Lücke hinterlassen“, sagt der gleichnamige Sohn Manfred Renk über seinen Vater. „Uns wird immer bewusster, welch tollen Vater, Opa und Freund wir haben durften.“ Völlig überraschend ist der Ayinger, den viele einfach „Mane“ nannten, mit 73 Jahren gestorben. Renk wurde in Harthausen bei Günzburg geboren.

Er kam schon mit zwei Jahren auf den Hof seiner Verwandten in Brunnthal, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Aying wurde schließlich seine zweite Heimat. Stolz war der Großvater auf seine Enkelkinder, die er gerne um sich hatte. Und wo er konnte, half er seinen Söhnen Manfred, Georg und Wolfgang, beispielsweise in der Schreinerei. „Wir haben viele gemeinsame Projekte realisiert“, sagt Sohn Manfred Renk. Bis zu seinem beruflichen Ruhestand arbeitete der Verstorbene als Kraftfahrer. Doch der Begriff Ruhestand blieb für ihn ein Fremdwort. Anstatt nach dem harten Berufsleben die Füße hochzulegen, arbeitete er lieber als Landwirt auf dem Feld oder im Wald. „Sein Leben war die Freude an der Arbeit und er hatte Spaß am Feiern“, sagt Sohn Manfred.

Ende Mai hätten Manfred Renk und seine Zenzi goldene Hochzeit feiern können. Eine seiner größten Leidenschaften waren die fünf Reisen mit seinen Freunden nach Amerika. Jedes Mal kam er mit vielen neuen Eindrücken, Geschichten und Fotos in seine Heimat zurück. Freunde und Nachbarn waren dem Verstorbenen immer wichtig; gerne stand er ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Die Ortsvereine ließ er nie im Stich und unterstützte sie, wo er konnte. Sehr am Herzen lag ihm die örtliche Feuerwehr, wie Vereinschef Martin Bachmair betont.

Renk trat mit 18 Jahren der Feuerwehr Brunnthal bei und wechselte 1976 nach Aying. „Er war ein Vorbild an Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft. Er versäumte kaum eine Übung und war bei zahlreichen Einsätzen dabei“, sagt Bachmair. Auch bei beiden großen Um- und Neubauten am Feuerwehrhaus 1989 und 2008 stellte er seine handwerklichen Fähigkeiten in den Dienst der Feuerwehr. Beim Ayinger Johannifeuer war er verantwortlich fürs Aufrichten des Holzstoßes und sorgte außerdem am Grill für das leibliche Wohl der Gäste. „Legendär war auch seine Hilfsbereitschaft. Man musste ihn nicht lange fragen. Er packte einfach mit an“, erzählt Bachmair. Als altgedienter Feuerwehrmann trug er die Standarte der Ayinger Feuerwehr bei der jährlichen Gedenkfeier. Für seine Verdienste wurde ihm zu seinem 70. Geburtstag die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Doch Manfred Renk engagierte sich nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für andere örtliche Vereine wie beispielsweise die Sportfreunde Aying. 22 Jahre lang führte Manfred Renk die Geschicke des Schnupfclubs Brunnthal. Auch als Verbandsschiedsrichter war er bei Schnupfmeisterschaften aktiv und hielt diese Tradition stets gerne in Ehren. Bei den „Wanderfalken Dürrnhaar“ war er in der Vorstandschaft und Gründungsmitglied der „Schweine AG“, einer Männerrunde in Aying. Am Rentnerstammtisch der „Nix Nutzer“ konnte man Manfred Renk ebenso anzutreffen wie im Ort mit seinem Hund Tacky.

Die große Teilnahme an seiner Beisetzung ist Ausdruck seines ehrenamtlichen Engagement. Manfred Renk resümiert über seinen Vater: „Er hat alles richtig gemacht.“

Wolfgang Rotzsche

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