Da wird’s eng: Die Unterführung nahe der Zachäuskirche. foto: kko

Nadelöhr soll bleiben wie es ist

Sauerlach - Sie ist etwa 680 Meter lang und seit der umfassenden Sanierung im vergangenen Jahr bestens in Schuss: die Sauerlacher Kirchstraße. Wenn da nicht das Nadelöhr wäre, die enge Unterführung nahe der Zachäuskirche. Auf Antrag der Agenda 21 soll sich das ändern. Der Bauausschuss hat beraten, der Gemeinderat wird entscheiden.

„Es ist schon klar, die Unterführung ist und bleibt schmal“, weiß auch Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) von dem Schwachpunkt. Die beengte Situation in diesem Bereich war von den Sanierungsarbeiten nicht tangiert worden. Auf Antrag der Agenda 21 soll dort allerdings mehr für die Sicherheit der Fußgänger, speziell auch für die Sicherheit der Schulkinder getan werden. Eine Verbreiterung des Gehsteigs sei unter Umständen ein Mittel der Wahl. Eine Absenkung des Randsteins könnte darüber hinaus für mehr Flexibilität sorgen.

Gerade für Rollstuhlfahrer oder Zwillingskinderwagen sei das Nadelöhr gefährlich, gab auch Axel Horn (Grüne) zu bedenken. Er schlug zwei Absenkungen des Randsteins vor, sowie die Aufstellung entsprechender Verkehrsschilder. Davon wollte Margarete Brunnhuber (CSU) nichts hören. Sie appellierte an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer. In dem Bereich sei für den Straßenverkehr bereits nur Tempo 30 erlaubt. Darüber hinaus warte sie persönlich als Fahrerin immer, wenn sich Fußgänger in dem Engpass befänden, so Brunnhuber. Dort sei eh nur Anliegerverkehr, da könne doch mehr Rücksicht aufeinander erwartet werden. Bogner pflichtete ihr bei und ergänzte. „Und als Fußgänger wartet man eben, bis ein Auto durchgefahren ist“.

Martin Fesl (UBV) zeigte über den Zeitpunkt des Antrags Befremden. Jahrelang sei die Sanierung der Kirchstraße geplant worden. „Jetzt, wo sie fertig ist, kommt der Antrag!“. Bogner gab abschließend noch zu bedenken, dass eine Verbreiterung des Gehsteigs zur Folge hätte, dass der gemeindliche Schneepflug nicht mehr passieren könnte. Ein Ortstermin hatte das ergeben. Auch die landwirtschaftlichen Maschinen der ansässigen Landwirte bräuchten die Breite. Eine Sanierung der Unterführung belaste darüber hinaus die Gemeindekasse. Vielleicht aber könnten für mehr Sicherheit der Kinder Schulweghelfer zum Einsatz kommen, überlegte Bogner.

„Feinschliff braucht‘s doch immer, die Kirchstraße ist doch super geworden“, sagte Horn und scherzte, dass vielleicht doch ein „Klappweg“ die Lösung sei. „Was machen wir also“, fragte Bogner in die Runde. „Lassen, wie es ist!“, antwortete Robert Lechner (CSU) wohl für die Mehrheit des Ausschusses. Die Sauerlacher Gemeinderäte werden sich am Dienstagabend (19 Uhr) abschließend mit der Problematik befassen.

kko

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