Nächtliche Strafläufe gegen Larifari-Gekicke

- Schäftlarn - Den vergangenen Sonntag Abend werden die Fußballer des TSV Schäftlarn noch lange in unangenehmer Erinnerung behalten. Erst ließen sie sich durch das Kreisklassen-Team von Rot-Weiß Birkenhof mit 2:6 vom Ismaninger Kunstrasen fegen, dann setzte ihr Trainer Christian Gegenbauer auch noch sofortige Strafmaßnahmen an. "Das war desolat und hat die Mannschaft gleich nach dem Spiel einige Läufe gekostet", berichtet der Coach. "Es war schon fast elf, als wir vom Platz runter sind." Also beinahe drei Stunden nach dem Anpfiff um 20 Uhr.<BR>

Der Trainer des in der Bezirksliga Süd auf einem Abstiegsplatz angesiedelten TSV hofft auf eine heilsame Wirkung des unerfreulichen Abends. "Wenn die Spieler was daraus lernen, hat es was Positives gebracht", so Gegenbauer, der die generelle Einstellung seiner Truppe verbessern will. "Die ist manchmal ein bisschen larifari, ohne dass die Spieler es selber merken", kritisiert er und fordert für die mit dem Nachholspiel am 5. März in Gräfelfing beginnende Saisonfortsetzung: "Jeder muss sich mehr einbringen als in der Vorrunde. Die Einstellung muss auch in den Trainingseinheiten stimmen, die körperliche Fitness muss da sein und im Spiel müssen alle Vorgaben diszipliniert umgesetzt werden." <P>Das Problem der Schäftlarner im Vergleich zur Konkurrenz beschreibt Gegenbauer so: "Eine Mannschaft orientiert sich an den Standards der Leute, die höherklassig gespielt haben. Da gibt es hier aber nur wenige. Also muss ich es selbst vorleben."<P>Und das wohl auch aktiv auf dem Feld, schon allein, weil Andreas Ettenbergers Kreuzbandeinriss eine große Lücke in der Defensive hinterlässt. Gegenbauer, der sogar auf einige Regionalliga-Einsätze beim SV Lohhof zurückblicken kann, will sein Team künftig vom Mittelfeld oder der Abwehr aus dirigieren, um in den verbleibenden 14 Partien die drei Punkte zum rettenden Ufer oder wenigstens die zwei zum Relegationsplatz aufzuholen. Er selbst macht übrigens eine andere Rechnung auf: "In den letzten beiden Jahren brauchte man 34 Punkte zum Klassenerhalt, das würde für uns bedeuten, dass wir noch acht Mal gewinnen müssen."<P>Dass das Potenzial, trotz Gegenbauers bewusstem Verzicht auf Neuzugänge, vorhanden ist, zeigte der TSV vor der Birkenhof-Pleite mit einem 1:1 beim Bezirksoberligisten SC Baldham. "Defensiv sind wir da sehr gut gestanden", lobt der Coach, der mit seiner Mannschaft, wenn das Wetter mitspielt, am Samstag (14 Uhr) in Gilching antritt, ferner am Samstag, 25. Februar, in Grünwald gegen den TSV Großhadern sowie am Mittwoch, 1. März, im Kreissparkassenpokal gegen den SC Pöcking.<P>Umberto Savignano <P>

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