So wäscht man sich gerne die Hände: Die Kinder im Waldorfkindergarten dürfen auch ein bisschen pritscheln. Foto: robert Brouczek

Neuanfang für Waldorfkinder: Großvater und Fernsehen helfen

Ottobrunn/Brunnthal - Es ist noch nicht lange her, da hat das ehemalige Brunnthaler Restaurant „Oggi“ ausgesehen wie die reinste Baustelle, doch jetzt ist es das reinste Kinderparadies: Eltern und ein Fernsehteam haben die Gastronomie-Räume in einen Waldorfkindergarten verwandelt.

Vor kurzem ist der Betrieb angelaufen. „Die Kinder freuen sich riesig“, sagt Panja Reuter, die im Vorstand der Elterninitiative „Förderverein für Waldorfpädagogik“ für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Für sie ist es ein neuer Abschnitt.“

Zum Jahresende haben die Kinder ihren alten Standort in Ottobrunn verlassen, den das Landratsamt wegen Mängeln für baufällig erklärt hatte. Die heruntergekommene Kanalisation und Asbestplatten an den Außenmauer waren nicht mehr zumutbar. „Dank einer kleinen Renovierungsaktion haben wir eine Übergangslösung geschaffen“, sagt Panja Reuter. Dann bekamen sie einen gewichtigen Helfer: den Großvater zweier Kindergartenkinder. Er kaufte das Restaurant-Gebäude samt Grundstück im Brunnthaler Eugen-Sänger-Ring 6a und stellte es den Waldorfkindern zur Verfügung.

Doch bezugsfertig war das Haus da noch längst nicht. „Darum hat uns eine Mutter aus dem Förderverein bei der Fernseh-Show, ,Zuhause im Glück‘ angemeldet“, lässt Panja Reuter wissen. „Glücklicherweise bekamen wir Hilfe.“ Ein Team aus 15 Handwerkern rückte an und baute in neun Tagen die Großküche zu einem Schlafraum mit Wiegenstube um, stattete einen Wickelraum aus und baute einen Aufzug ein. Außerdem errichteten die Helfer auf der ehemaligen Terrasse einen Holzaufbau, installierten neue Sanitäranlagen und schufen einen Garderobenraum. „Es ist wunderschön geworden!“, schwärmt Panja Reuter.

Alles Weitere übernahmen die Eltern in Eigeninitiative. „Wir sind am Ende“, beschreibt Reuter die Lage. „Auch unsere Finanzmittel sind beschränkt.“ Darum suchen die Eltern weitere Sponsoren, damit sich mehr als 60 Kinder im Waldorfhaus wohl fühlen können. (coe)

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