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Besuch vom BND-Chef: Unipräsidentin Merith Niehuss im Gespräch mit Gerhard Schindler.

Neujahrsempfang in der Bundeswehr-Universität

"38 Anschläge auf Soldaten in Afghanistan verhindert"

Neubiberg - BND-Chef Gerhard Schindler spricht beim Neujahrsempfang der Bundeswehr-Universität über die Aufgaben des Nachrichtendienstes

Der Chef des Bundesnachhrichtendienstes war Gastredner beim Neujahrsempfang der Bundeswehruniversität in Neubiberg. Gerhard Schindler sprach im Audimax vor zahlreichen Gästen zum Thema „Der nachrichtendienstliche Mehrwert, Möglichkeiten und Grenzen der nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung“. 

Grußworte überbrachten Merith Niehuss, Präsidentin der Bundeswehr-Universität, und Detlev Adelmann, Leiter des Studienbereichs. Sie gingen auch auf die rätselhaften Suizide von drei Studenten ein (wir berichteten). 

Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand die Ansprache des Chefs des Bundesnachrichtendienstes. Er schätze die Bundeswehruni, betonte Schindler. „Etwa 800 Soldaten arbeiten beim BND, deswegen ist mein Besuch hier nicht ganz uneigennützig. Einige hier aus dem Saal werden später bestimmt mal bei uns arbeiten“, sagte er mit einem Augenzwinkern. 

Der BND sei ein Auslandsnachrichtendienst und nicht zu verwechseln mit dem Verfassungsschutz oder anderen Behörden, die für das Inland zuständig seien. „Wir gewinnen relevante Erkenntnisse über das Ausland. Unser Kerngeschäft ist es, nachrichtendienstliche Methoden anzuwenden“, so der BND-Präsident weiter. „Wir haben einen integrierten Ansatz. Dabei nutzen wir verschiedene Quellen, menschliche, als auch elektronische. Hinzu kommt ein Austausch mit anderen Geheimdiensten.“ Rund 150 000 Informationen sammle der BND im Monat, also circa 5000 am Tag. „Daraus erstellen wir eine Entscheidungsgrundlage für die Regierung.“ Auch der Flüchtlingsstrom sei ein großes Thema: „Wir sammeln viele Informationen über die Herkunftsländer.“ 

Darüber hinaus sprach Schindler über den sensiblen Umgang mit menschlichen Quellen, den konkreten Austausch mit anderen Geheimdiensten und die Einzigartigkeit des BND. Im Gegensatz zu den meist aufgeteilten Nachrichtendiensten anderer Staaten, nutze der BND alle Quellen konzentriert. Wie wichtig die Arbeit des deutschen Auslandsnachrichtendienstes sei, verdeutlichte Schindler in Zahlen: „Seit 2011 konnten wir 38 Anschläge auf unsere Soldaten in Afghanistan verhindern.“ Dazu seien derzeit rund 300 BND-Mitarbeiter in Afghanistan und der Zentrale eingesetzt. Christoph Trost

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