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Fahrt beendet: Die Polizei stoppt den Lkw mit vielen technischen Mängeln.

Lastwagen hat 1000 Liter Wasserstoffperoxid geladen

Gefährlicher Transport

Neubiberg - Mit 1000 Liter Wasserstoffperoxid fuhr ein Lkw durch Neubiberg. Dabei war das Fahrzeug in sehr schlechtem Zustand. 

Mit erheblichen Mängeln war ein Lastwagen in Neubiberg unterwegs. Seine Ladung: 1000 Liter Wasserstoffperoxid. Bereits am Mittwoch hatten Beamte der Verkehrspolizei München den LKW in Neubiberg kontrolliert, wie das Polizeipräsidium erst gestern mitteilte. 

Aufgrund des schlechten technischen Allgemeinzustands entschlossen sich die Beamten den Gefahrguttransporter durch einen Kraftfahrzeugsachverständigen begutachten zu lassen. Dieser stellte zahlreiche Mängel fest: Eine Druckleitung der Bremsanlage war so durchgescheuert, dass Druckluft entwich. Das ABS funktionierte nicht, die Vorderreifen waren außen durch einen Defekt an der Lenkung völlig abgefahren, ein Hinterreifen hatte einen Einschnitt bis zum Stahlgewebe, Spiegel waren defekt und zahlreiche Teile der Beleuchtungsanlage funktionierten nicht. Außerdem war der Kofferaufbau an mehreren Stellen dermaßen beschädigt, dass seine Stabilität nicht mehr gewährleistet war. Im vorderen Bereich der Ladefläche waren 1000 Liter Wasserstoffperoxid geladen. 

Einen für den Transport dieser Ladung erforderlichen Gefahrgutschein besaß der 38-jährige Fahrer eines kleinen Münchner Fuhrunternehmens nicht, heißt es im Polizeibericht. Am Lastwagen fehlten die orangefarbenen Warntafeln, die bei einem Unfall den Rettungskräften anzeigen sollen, dass Gefahrgut geladen ist. Zudem war der Lkw um rund eine Tonne überladen. Der verkehrsunsichere Lkw wurde in der Polizeiverwahrstelle abgestellt und die Ladung auf einen anderen Lkw umgeladen. Fahrer und Halter des Lkw müssen jeweils mit einem Bußgeld von etwa 1200 Euro und einem Punkt rechnen.

hei

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