Erinnerungsfoto mit Brautpaar: Senioren aus den beiden Neubiberger Heimen mit Betreuern auf der Wiesn. Die Rollstühle waren am falschen Eingang ausgeladen worden – doch ein Polizist ließ den Bus übers Festgelände fahren. Foto: AWO

Netter Polizist rettet Senioren-Wiesn

Neubiberg - Am Anfang war das Malheur. Da saßen Hans Kopp und 32 Senioren in ihrem Bus, geparkt am Goetheplatz. Die Rolli-Rampe war ausgefahren, die Wiesn nur noch wenige hundert Meter entfernt, nur: keine Rollstühle da.

Die standen schon am Osteingang des Festgeländes. Wohl ein gut gemeinter Fehler: Die Fahrer der Rolli-Transportbusse wollten den Senioren den Weg ins Hofbräu-Zelt verkürzen. Was tun? Die Rollstühle zum Goetheplatz schieben? Glücklicherweise fand Kopp einen netten Polizisten, der Bus durfte den Rollstühlen aufs Wiesn-Gelände folgen.

Man könnte das Jubiläums-Malheur nennen. Es war der 25. Wiesn-Besuch, den die Neubiberger AWO für heuer 40 Bewohner der beiden örtlichen Seniorenheime organisierte. „Eine logistische Meisterleistung“ sei es jedes Mal, diesen Ausflug auf die Beine zu stellen, sagt AWO-Ortsvorsitzender Kopp. Da dürfen Fehlerchen passieren, zumal die Gruppe mit Fahrern und 30 Betreuern 99 Köpfe zählte.

Viel zu tun also für die Wirtsfamilie Steinberg, die die Gruppe im Hofbräu-Zelt versorgte. „Wir sind seit 25 Jahren immer im Hofbräu-Zelt“, sagt Kopp. Einmal angefangen, haben Steinbergers ihre Einladung jedes Jahr erneuert. Man kennt sich unterdessen. Es gibt sogar einen harten Kern von Senioren, die jedes Jahr mitfahren. „Vielleicht ein Dutzend“, sagt Kopp. „Die genießen das“, trinken, singen, ratschen. Heuer bis 16 Uhr. „Man ist dann zufrieden und erschöpft.“ Zum Abschluss gab’s Wiesn-Herzln von Vater und Sohn Steinberg. Passend dazu: das Gruppenfoto, das vor den Fahrgeschäften entstand. „Da lief ein Brautpaar her, das wir gleich reingewunken haben“, sagt Kopp. Die Wiesn mal romantisch. Auch schön. mmä

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