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1500 Unterschriften für Fahrradstraße in Neubiberg

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Von: Harald Hettich

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Einstimmig hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, die Rechte der Radfahrer auf der Cramer-Klett-Straße zu stärken und damit für mehr Sicherheit zu sorgen.
Einstimmig hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, die Rechte der Radfahrer auf der Cramer-Klett-Straße zu stärken und damit für mehr Sicherheit zu sorgen. Foto: hettich © Harald Hettich

Spätestens seit der jüngsten Neubiberger Gemeinderatssitzung hat die Forderung nach einer Fahrradstraße in der Cramer-Klett-Straße starken Rückenwind bekommen. Ein interfraktioneller Antrag von Freien Wählern, Grünen und SPD, die nächsten Planungs- und Realisierungsschritte einzuleiten, wurde der Sitzung einstimmig angenommen.

Neubiberg - Damit verpflichtet sich das Gremium, das Thema binnen der nächsten drei Monate auch inhaltlich zu behandeln. Zuvor hatten die beiden Initiativsprecher Ulrich Weidauer und Ulrich Lippoldt zusammen mit Schulleiter Reinhard Rolvering vom Neubiberger Gymnasium im Beisein zahlreicher Bürger und Schüler von Gymnasium und Realschule noch einmal intensiv für das Projekt geworben.

Keine reine Fahrradstraße

Dabei stellten die Initiatoren klar, dass der Begriff „Fahrradstraße“ beim Sammeln der gegenwärtig rund 1500 Unterschriften für das Projekt auf sozialen Plattformen, bei „open pedition“, auf dem Elternportal der Schule oder in örtlichen Ladengeschäften durchaus auch in die Irre geführt habe. „Es ist natürlich Blödsinn, dass künftig in der Cramer-Klett-Straße nur noch Radfahrer fahren dürfen – es dürfen dort weiterhin auch Autos, Busse und Lkw verkehren, stellte Lippoldt klar. Lediglich die „Bevorrechtung“ werde zugunsten der Radfahrer verschoben, die künftig eben auch nebeneinander in der Straße fahren dürften. Den Kern der Forderung fasst Weidauer zusammen: „Alles, was wir brauchen, ist ein entsprechendes Verkehrszeichen und eine Kennzeichnung auf der Fahrbahn, damit Autofahrer besser auf die Radler und die radelnden Schüler achten.“

Bereits 2018 kam das Thema auf

Die Forderung Fahrradstraße Cramer-Klett-Straße ist indes so neu nicht und schon einige Jahre alt. Der Gemeinderat hatte das Thema bereits 2018 behandelt. Nach einem seinerzeitigen Veto des Landratsamtes war das Projekt allerdings länger in der Sackgasse gelandet. Laut der damals noch relevanten Verwaltungsvorschrift hätte der Fahrradverkehr dort „vorherrschend“ sein müssen. Auch in der Cramer-Klett-Straße war und ist er das nach Erhebungen von Gemeinde und Behörden zwar immer noch nicht. Doch die Vorschrift wurde mittlerweile zugunsten der Radfahrer angepasst. „Deshalb bin ich jetzt vorsichtig optimistisch, dass es klappt“, sagt Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU).

Viele Schüler kommen mit dem Rad

Für die Stärkung des Radfahrer nannte Schulleiter Rolvering gute Gründe. „Gegenwärtig haben wir 1280 Schüler – Tendenz steigend“. Morgens zwischen 7.45 und 7.55 Uhr kämen sehr viele mit dem Fahrrad. In die inhaltliche Prüfung soll auch eine mögliche zeitliche Begrenzung einer Fahrradstraße nur auf bestimmte Kernstunden des Schüleransturms geprüft werden. Darauf verständigte sich der Gemeinderat. Spätestens im Herbst dürfte sich das Gremium abschließend mit dem Thema befassen. Die Chancen für die Radfahrer auf der Cramer-Klett-Straße jedenfalls dürften sich deutlich verbessert haben. Die gute Stimmung im Ratssaal hatte Signalwirkung.

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