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Dass alle Schüler das Abitur bestanden haben, darauf ist Schulleiter Reinhard Rolvering besonders stolz.

Abiturfeier am Gymnasium Neubiberg

„Euch stehen alle Wege offen“

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Neubiberg - Ein historischer Tag für Europa und das Gymnasium Neubiberg: England verlässt die EU und die Absolventen in Neubiberg das Gymnasium. „Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied. Unsere Schüler sind besser vorbereitet“, erklärte gestern Schulleiter Oberstudiendirektor Reinhard Rolvering.

Besser vorbereitet, das gelte für alle 159 jetzt ehemaligen Gymnasiasten. „Alle haben die Reifeprüfung bestanden“, so Rolvering. Es war ein festliches Bild, als die Absolventen zu den musikalischen Klängen „Gimme some lovin’“, gespielt von der Schul-Bigband gemeinsam in die Aula einzogen. Die Burschen im Anzug, die Mädchen im Cocktailkleid, aber angesichts der subtropischen Temperaturen auch mit leichter Marscherleichterung, soll heißen, auf die Krawatten wurde weitgehend verzichtet und so mancher entschied sich auch für die Version barfuß. Eins aber war bei allen gleich: ein leichtes Lächeln zauberte sich nach dem überstandenem Prüfungsstress und durch die Gewissheit, es geschafft zu haben, in die Gesichter. Auch der vielen Eltern, die kräftig applaudierten. Da war jede Menge Stolz dabei. 

Mit zu diesem hervorragenden Ergebnis habe auch die ansprechende Lernumgebung und „was das Wichtigste ist, die freundliche und respektvolle Atmosphäre zwischen Schülern und Lehrern“ geführt, wie Neubibergs Bürgermeister Günter Heyland in seinem Grußwort erklärte. Drei Ratschläge gab er ihnen mit auf den Weg: „Freuen Sie sich auf die neuen Herausforderungen, Blickrichtungen und Perspektiven. Setzen Sie nicht alles auf eine Karte und arbeiten sie immer parallel mit einem Plan B. Seien Sie nicht zu stolz, die Hilfe der Eltern, Bekannten und Freunde in Anspruch zu nehmen, wenn Plan B wider Erwarten nicht funktionieren sollte“, so Heyland. Ein besonderes Licht warf Schülersprecher Benjamin Brown in seiner launigen und pointierten Abi-Rede auf den Jahrgang, der es den Lehrern nicht immer leicht gemacht habe. „Aber wir werden den Lehrern in Erinnerung bleiben. Wir hatten Spaß. Wir hatten eine lässige Zeit zusammen und die Lehrer können sagen, sie mögen uns“, so Brown. Das könne er nur bestätigen, meinte Rolvering: „Ihr habt in Euren Reihen viele bewundernswerte und liebenswürdige Menschen.“ Besonders hob er noch einmal die Leistung der Schüler hervor, nicht nur der 59 Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma. Alle hätten zu dem exzellenten Ergebnis von 2,26 als Durchschnittsnote beigetragen. „Das habt Ihr wirklich großartig gemacht“, sagte Rolvering. 

Doch nun komme es darauf an, Wege entstehen zu lassen, indem man sie geht. „Ihr müsst die richtigen Wege entstehen lassen. Ihr habt kompetent gelernt, zugleich reflektiert und problematisiert. Ihr habt personale, methodische und soziale Fähigkeiten eingeübt. Ihr habt so viele Wege eingeübt, dass ihr die Möglichkeit habt, einen guten Weg zu finden“, sagte Rolvering. Einen Wermutstropfen hatte er jedoch angesichts der neuen politischen Entwicklungen:. „Schulabschlüsse werden überall anerkannt, wir können problemlos in jedem Land unserer Wahl studieren. Ob das so bleibt, wenn jetzt jedes Land sein eigenes Süppchen kocht, weiß man nicht.“ Sich trotzdem nicht entmutigen lassen sollen sich die Abiturienten.

Siggi Niedergesäß

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