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Auf Baustellen müssen sich die Neubiberger einrichten (Symbolfoto).

Anwohner der Lorenz-Bauer-Straße müssen zahlen

Es bröckelt auf Neubibergs Straßen

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Neubiberg –Die Gemeinde saniert ihre Straßen. Zur Kasse gebeten werden Anwohner erst ab 2017. Nur die Anwohner der Lorenz-Bauer-Straße trifft's eher.

Gebaut wird in Neubiberg bereits an allen Ecken und Enden. Und es kommen zahlreiche neue Baustellen im 35 Kilometer langen Straßennetz dazu. Insgesamt zehn Straßenbau-Projekte sollen  in diesem Jahr in Angriff genommen werden. 

2017 und 2018 folgen weitere Wege, die im sogenannten „Straßenerhaltungskonzept“ der Gemeinde als sanierungsbedürftig aufgeführt werden. Dafür sind im Haushalt jährlich 500 000 Euro vorgesehen. 

Für 2016 hat die Bauverwaltung derweil nur Maßnahmen vorgesehen, bei denen keine Kosten für die Anwohner anfallen – mit einer Ausnahme: der Lorenz-Bauer-Straße. Dort handele es sich bei der Fahrbahn lediglich um „eine dünne Asphaltschicht ohne jeglichen Unterbau, keine vernünftige Straße“, sagte Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U) in der Gemeinderatssitzung. In eine solche soll die Straße nun aber umgebaut werden. 

75 000 Euro sind dafür veranschlagt. Satte 90 Prozent davon müssen die Anwohner tragen, den sogenannten „Ersterschließungsbeitrag“. Der wird fällig, da die Straße bisher als „Provisorium“ galt und nun neu erschlossen werden muss, erklärte Heyland. Dass sie irgendwann zur Kasse gebeten werden würden, sei den Anwohnern daher schon seit Jahren bekannt. 

Gemeinderat Gregor Röslmaier (SPD) hielt den Betrag dennoch für eine „ordentliche Stange Geld für nur fünf Häuser“ und erkundigte sich, ob die fällige Zahlung nicht aufgeschoben werden könnte. „Es ist doch besser, wenn wir sagen, ihr müsst erst in zwei Jahren blechen als jetzt schon“, sagte der Sozialdemokrat. Sollten sich etwaige „Härtefälle“ ergeben, so Bürgermeister Helyand, könne man hier individuell entscheiden, wie die Finanzierung gehandhabt werden soll. 

Der kurzfristige Antrag von Tobias Thalhammer (FDP), die Lorenz-Bauer-Straße komplett aus dem Sanierungsplan für das Jahr 2016 rauszunehmen, fand keine Mehrheit im Gemeinderat. „Die Straße ist in einem außerordentlich schlechten Zustand. Es bröckelt an allen Enden“, verdeutlichte eine Mitarbeiterin der Bauverwaltung.

In den Jahren 2017 und 2018 müssen weitaus mehr Neubiberger für die Sanierung ihrer Straße zahlen. Dann nämlich plant die Bauverwaltung Maßnahmen, die Beitragszahlungen erfordern. Es seien aber noch weitere Kostenschätzungen nötig, betonte Bürgermeister Heyland, „damit wir den Anwohnern sagen können, was da auf sie zukommt."

Florian Prommer

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