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Container am Neubiberger Gymnasium - Gemeinderat besorgt

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Von: Harald Hettich

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Rege Bautätigkeit herrscht am Gymnasium Neubiberg bereits aktuell - vor allem mit dem Bau der neuen Mehrfachturnhalle, deren Fertigstellung sich bisher verzögert, die aber wegen weiter steigender Schülerzahlen alternativlos ist.
Rege Bautätigkeit herrscht am Gymnasium Neubiberg bereits aktuell - vor allem mit dem Bau der neuen Mehrfachturnhalle, deren Fertigstellung sich bisher verzögert, die aber wegen weiter steigender Schülerzahlen alternativlos ist. © Hettich

Nach einem Beschluss des Bayerischen Kultusministeriums sollen zwölf Vorläuferklassen des neu geplanten Gymnasiums in Putzbrunn im Vorfeld und während der Bauphase vom Schuljahr 2022 / 2023 an für insgesamt drei Jahre auf dem Gelände des Neubiberger Gymnasiums an der Cramer-Klett-Straße 10 untergebracht werden.

Neubiberg - Im bestehenden Neubiberger Schulgebäude gibt es keinen Platz für die Vorläuferklassen aus der Nachbargemeinde. Deshalb ist vorgesehen, die späteren Putzbrunner Pennäler der Klassenstufen 5-7 interimsmäßig auf dem Terrain des Hartplatzes östlich der Dreifachturnhalle unterzubringen. Dafür soll eine Containeranlage mit drei Vollgeschoßen geschaffen werden. Wie die Neubiberger Gemeindeverwaltung im Vordruck zur Sitzung des eigenen Bau- und Verkehrsausschusses mitteilte, fiel die Wahl des Ministeriums auf Neubiberg, weil in Putzbrunn selbst keine geeigneten Flächen zur Verfügung stünden und das Gymnasium Ottobrunn bereits mit anderweitigen Aufgaben ausgelastet sei. Deshalb sei Neubiberg vom Freistaat „verpflichtet“ worden, diese übergangsmäßigen Raumalternativen zu bieten.

Unklare Folgen für Schulbetrieb am Gymnasium

Verpflichtung hin oder her – im Ausschuss gab es in dieser Woche noch kein „Placet“ für die Planungen. Wie Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) auf Anfrage des Münchner Merkur mitteilte, hätten die Fragen der Räte zum Interims-Hochbau bislang „nicht in der gewünschten Tiefe beantwortet werden können“. So machte sich der Ausschuss besonders Gedanken, welche Auswirkungen durch die Vorläuferklassen auf den Schulbetrieb am Gymnasium Neubiberg entstünden. Zudem war man nicht glücklich mit der angestrebten Containerlösung und will baulich alternative Lösungen erörtert wissen. Dieser Anfragen-Komplex soll in der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrs-Ausschusses im Dezember erörtert werden.

Entscheidung des Schulzweckverbands

Zur Sitzung soll die Neubiberger Schulleitung ebenso eingeladen werden wie eine Vertretung des Schulzweckverbandes. Doch der Neubiberger Bürgermeister stellt abseits aller Bedenken auch den begrenzten Einfluss der Gemeinde klar. „Der Bau- und Verkehrsausschuss ist hier für die baurechtliche Beurteilung verantwortlich, nicht jedoch für schulbetriebliche Entscheidungen“, so Pardeller. Für den Standort eines neuen Gymnasiums an der Oedenstockacher Straße in Putzbrunn hatte sich der Schulzweckverband Staatliche weiterführende Schulen seinerzeit unter dem Druck entschieden, dass die beiden bestehenden Oberschulen in Ottobrunn und Neubiberg aus allen Nähten platzen. Zumindest die nächsten drei Jahre dürfte es in Neubiberg noch ein wenig enger werden.

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