Mit gegenseitigen Abstrichen üben die Soldaten.
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Mit gegenseitigen Abstrichen üben die Soldaten.

Knapp 30 Soldatinnen und Soldaten führen die verpflichtenden wöchentlichen Tests durch

Bundeswehr hilft bei Tests in Pflegeeinrichtungen

Die Bundeswehr soll beim Testen in Pflegeheimen helfen. Seit Dienstag haben zunächst zwölf Soldatinnen und Soldaten mit den ersten Tests in ausgewählten Einrichtungen im Landkreis München begonnen.

Landkreis – Das Landratsamt hat die Bundeswehr um Hilfe beim Testen in Pflegeheimen gebeten. Seit Dienstag haben zunächst zwölf Soldatinnen und Soldaten mit den ersten Tests in ausgewählten Einrichtungen im Landkreis München begonnen. Knapp 30 Soldaten werden es in den kommenden Wochen sein, die in insgesamt 29 Einrichtungen im Landkreis München, die entsprechenden Bedarf angemeldet haben, Antigen-Schnelltests vornehmen.

Schnelltests für Mitarbeiter, Besucher und Bewohner

Mindestens dreimal pro Woche müssen sich Beschäftigte in Einrichtungen der Pflege und Behindertenhilfe einem Corona-Test unterziehen. Das geben die bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen vor. Auch Besucher müssen vor Betreten einer Einrichtung einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen. Dazu kommen zahlreiche Bewohner, die aufgrund von Verdachts- oder Infektionsfällen immer wieder abgestrichen werden müssen.

Für zahlreiche Pflegeeinrichtungen im Landkreis sei dieser Aufwand, der zusätzlich zu den eigentlichen Aufgaben anfällt, kaum noch zu stemmen, teilt das Landratsamt mit. Der Landkreis hat daher nun die Bundeswehr um Unterstützung beim Testen gebeten.

Soldaten wurden am Montag in die Aufgaben eingewiesen

Ende vergangener Woche gab die Bundeswehr ihre Zusage auf das Hilfegesuch des Landkreises. Über das Wochenende haben die Verantwortlichen auf beiden Seiten mit Hochdruck daran gearbeitet, alle Vorkehrungen zu treffen. Am Montagmittag fand die erste Einweisung der Soldaten auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr in Neubiberg statt.

Peter Distler-Hohenstatt, Pflegeleiter im Landratsamt, schulte die Soldaten im Umgang mit den zur Verfügung gestellten Schnelltests. Anschließend übten die zwölf Frauen und Männer den Einsatz der Schnelltests, indem sie gegenseitig Abstriche voneinander nahmen.

Landrat: Gemeinsam einer Überlastung in Pflegeheimen vorbeugen

Während der kommenden Wochen werden die Soldaten dann ihre Arbeitstage jeweils in fest zugeteilten Pflegeeinrichtungen absolvieren und selbst jeden Morgen vor Dienstantritt in den Einrichtungen einen Schnelltest absolvieren. Erst nach negativem Testergebnis wird die Arbeit aufgenommen.

Landrat Christoph Göbel dankte den Beteiligten, mit deren Anstrengung es gelungen ist, den raschen Einsatz der Bundeswehr zu ermöglichen. Gemeinsam leisten Bundeswehr und Landkreis damit einen wesentlichen Beitrag, um einer dauerhaften Überlastung der Einrichtungen vorzubeugen.  mm

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