Bajram Bytici und Shemsije Bytici, Pächter von „Il Paradiso“ in Unterbiberg.
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Idyllisch direkt am Hachinger Bach sitzen die Gäste im „Il Paradiso“ von Bajram und Shemsije Bytici.

Neuer Pächter Bajram Bytici in Unterbiberg

Ein Stückchen Eden im Restaurant „Il Paradiso“

  • Marc Schreib
    vonMarc Schreib
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Keinen leichten Start haben Bajram und Shemsije Bytici und ihr idyllisches Restaurant „Il Paradiso" in Unterbiberg hinter sich. Corona war eine Herausforderung für die neuen Pächter.

Unterbiberg – Der Paradiesgarten hat seit Anfang des Jahres eine neuen Namen: Il Paradiso. Dass die Bezeichnungen der beiden aufeinanderfolgenden Pächter nicht weit voneinander abweichen, ist kein Zufall. Denn hier im idyllischen Unterbiberg direkt neben dem Hachinger Bach, gegenüber der Filialkirche St. Georg, wirkt die Welt wie ein Stückchen Eden.

Sofort Feuer und Flamme für das Lokal mit dem paradiesischen Wirtsgarten

Bajram Bytici und seine Gattin Shemsije aus Kirchheim fingen bei der Visite des Ortes sofort Feuer und zögerten nicht lange, als sie von einem Freund erfuhren, dass ein neuer Pächter gesucht wird. Also war man sich Ende Dezember schnell einig, und es durfte sofort losgehen.

Bajram Bytici ist 1998 aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen und hat in der italienischen Gastronomie in Heimstetten zu arbeiten angefangen. Der 41-Jährige war die meiste Zeit im Servicebereich tätig und bietet in Unterbiberg mediterrane Küche mit italienischem Schwerpunkt an: viel Fisch, Fleisch sowie Pizza und Pasta.

Corona bereitete große Schwierigkeiten.

Corona bereitete dem frisch gebackenen Wirte-Paar, das jeden Tag von Kirchheim nach Unterbiberg pendelt, große Schwierigkeiten. „Der Start war sehr schwer“, erklärt der Gastronom. „Wir mussten viel investieren und hatten dann gerade ein paar Wochen Betrieb, bis der Virus alles lahm gelegt hat. Es war ein Schock, aber wir hatten den Willen, unbedingt weiterzumachen.“ Mit dem Eigentümer einigte man sich auf eine Reduzierung der Pacht.

Jetzt dürfen auf die Terrasse vor dem Teich wieder Gäste kommen. Draußen sind es 60 Plätze, innen sind wegen der Corona-Regelung derzeit weniger als 30 Personen zugelassen – aufgrund des ungünstigen Zuschnitts der Wirtsstube. „Wir können nicht einmal die Hälfte des Potenzials nutzen.“ Es gibt zwei Angestellte, bei Bedarf kommen noch der Bruder und Neffe zu Hilfe. „Sie packen mit an, wenn es brennt.“ Den Einkauf erledigt der Chef selbst: „Ich muss selber fühlen, ob die Ware auch die nötige Qualität hat, beispielsweise die Salate. Es ist meine Natur, ich muss alles selbst anschauen.“

Spezialität: Gepresste Kartoffeln mit Olivenöl und Kräutern

Eine Besonderheit im „Il Paradiso“: gepresste Kartoffeln. Sie werden im Ofen zubereitet, gepresst und mit Olivenöl sowie Kräutern abgeschmeckt: „Wahnsinnig gut!“ Viele fragten nach, warum es im Paradiesgarten nicht weiterhin kroatische Küche gibt. Aber Bajram Bytici hat, seit er in Bayern wohnt, immer bei Italienern gearbeitet und findet diese mediterrane Küche unschlagbar. „Und schließlich lebten wir alle an der Adria, aus der man die wunderbaren Fische zieht.“

Das Restaurant

„Il Paradiso“ in Unterbiberg, Ramsmeierstraße 1, hat täglich von 11.30 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 22.30 Uhr geöffnet, sonntags von 11.30 bis 22 Uhr. Alle Gerichte auch zum Abholen.

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