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Neue Form an alter Stätte: So soll das vergrößerte Seniorenzentrum an der Hauptstraße aussehen. 

Nach Jahren der Planung

Für 7,5 Millionen Euro: So plant Neubiberg sein neues Seniorenzentrum

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Größer, heller, schöner: Der Gemeinderat Neubiberg hat die Pläne für den Neubau des Seniorenzentrums abgenickt. Wohnen könnten dort auch andere.

Neubiberg – Jahre hat es gedauert, mancher ältere Mitbürger Neubibergs war ob der Enge im alten Zuschnitt bereits am Verzweifeln: Seit Montag aber scheint die Planung und Umsetzung eines neuen, erweiterten Seniorenzentrums in der Neubiberger Hauptstraße 12 auf gutem Weg. Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat die weitere Projektvorbereitung. Gebaut werden soll möglichst mit der Baugesellschaft München Land (BML). Auch hierfür gab es eine breite Mehrheit im Rat.

Lediglich die Grünen und CSU-Gemeinderat Michael Jäger votierten dafür, noch weitere Alternativen zu prüfen, statt sich frühzeitig festzulegen. Durchsetzen konnten sie sich nicht – auch weil das dafür nötige Vergabe-Szenario das Projekt zeitlich deutlich zurückgeworfen hätte.

Eigentümer des neuen Anwesens, so viel ist klar, soll die Gemeinde selbst sein. Fragen warf dagegen die künftige Stellplatzregelung auf. Der Gemeinderat hat sich – mit Blick auf die Barrierefreiheit – schon länger gegen eine Tiefgaragenlösung unter dem Gebäude ausgesprochen. Für baurechtlich notwendige, aber vor Ort aufgrund der Enge nicht mögliche KFZ-Stellplätze soll im Weiteren das Rathausareal vorgesehen werden.

Forderungen wie jene von Eva-Nicola Gehringer (CSU), im Zuge der Parkplatzplanungen nicht den Maibaumparkplatz zu belasten, sollen in die weitere Projektplanung einfließen. „Es wird sich eine Parklösung finden“, versicherte Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U). Ob das neue Zentrum „der große Wurf“ ist, den Heylands Fraktionskollegin Elisabeth Stettmeier, gleichzeitig Vorsitzende des Seniorenzentrum-Beirates, definierte, wird sich zeigen. Jedenfalls soll möglichst ab 2020 gebaut werden – binnen eines Jahres.

Neu im Zuschnitt: Neben dem Seniorenzentrum mit fast verdoppelten 402 Quadratmetern (bisher 229 Quadratmetern) sollen nach Vorgabe der BML acht Wohneinheiten auf 429 Quadratmetern entstehen. Sorgen verursachen bei manchen Räten die Kosten: Anstelle der bisher angesetzten 5,46 Millionen Euro rechnen die Architekten nun mit bis zu 7,5 Millionen Euro Baukosten. „Da ist ein Kostenpuffer von 40 Prozent eingearbeitet“, den man nicht ausschöpfen wolle, betont der Rathauschef. Zudem bekomme man mit der zusätzlichen Wohnnutzung „auch mehr“.

Baulich soll das neue Ensemble in Form von zwei Normal- und zwei Dachgeschossen daherkommen. Das Seniorenzentrum soll die Flächen im Erdgeschoss und in einem mittels Lichtgraben natürlich beleuchteten Souterrain-Untergeschoss ähnlich dem VHS-Konstrukt am Floriansanger erhalten. Zusätzlich sind im Erdgeschoss Mitarbeiterräume geplant. Zum Gartenbereich nach Süden, wo der alte Baumbestand erhalten wird, sollen ein Gruppenraum, sanitäre Räume und eine Gemeinschaftsüche des Seniorenzentrums entstehen. Im Untergeschoss sollen neben Kreativ- und Bewegungsräumlichkeiten „dienende Räumlichkeiten“ mit Technik, WC und Abstellräumen entstehen.

Im Obergeschoss und den beiden Dachgeschossen sollen acht neue Gemeindewohnungen entstehen. Wer dort einziehen darf, ist noch offen. Neben Senioren, die den insgesamt barrierefreien Zuschnitt des Ensembles begrüßen dürften, soll hier unter Umständen auch der Neubiberger Kriterienkatalog zur Wohnraumvergabe greifen.

Die Gartenfläche südlich soll bleiben. Möglicherweise soll auch die Fassade begrünt werden.

„Bauchschmerzen“ verursachte die Vorstellung bei Grünen-Gemeinderat Kilian Körner, die Senioren auch „im Keller unterzubringen“. Von einem „Keller-Zuschnitt“ könne nicht die Rede sein, entgegnete Bürgermeister Heyland. Vielmehr werde eine lichtdurchflutete Souterrain-Lösung geschaffen. Elisabeth Stettmeier fasste die offensichtliche Zufriedenheit mehrerer Senioren während der Sitzung auf den Zuschauerbänken positiv auf. „Sehr gute Raumplanung und Raumaufteilung“ attestierte sie den Planern.

Wenn jetzt auch noch der Kostenrahmen samt Parkplatzlösung passt, könnten an der Hauptstraße 12 in einigen Jahren doch noch alle glücklich werden.

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