Die Gründer des Vereins mit dem Vorsitzenden Daniel Sosnickij (l.) und Geschäftsführer Lukas Jochum (3.v.r.).
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Die Gründer des Vereins mit dem Vorsitzenden Daniel Sosnickij (l.) und Geschäftsführer Lukas Jochum (3.v.r.).

Neuer Verein will Zusammenarbeit von Gemeinde und Bundeswehr-Uni intensivieren

Gemeinsam an der Zukunft feilen

  • vonHarald Hettich
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Die Gemeinde Neubiberg soll noch enger mit der Bundeswehruniversität verzahnt werden. Dafür sind jetzt die Voraussetzungen geschaffen worden.

Neubiberg – Die Universität der Bundeswehr und die Gemeinde Neubiberg sind längst gut vernetzt. Doch diese Kooperation zwischen der Kommune und dem so gern als „drittem Ortsteil“ titulierten Campus könnte künftig noch intensiver werden. Dafür sorgen will der neu gegründete „Verein für Zusammenarbeit und digitalen Fortschritt (VZDf)“. Klingt das Kürzel auch verdächtig nach Zungenbrecher, die Idee dahinter ist schlüssig. Denn mit dem neuen Verein, in dem sich Studenten der Bundeswehr-Uni zusammengetan haben, soll eine „Plattform für Austausch und vielfältiges Engagement“ geboten werden. Gerade während der Pandemie sahen es die Studenten als sinnvoll an, „jetzt aktiv zu werden“. Zwar fand die Gründung des neuen Vereins im Oktober in kleinem Rahmen statt, doch die Studenten wollen durchaus die Kommunikation zwischen Universität und Kommune stärken.

„Es ist unser Anliegen, Universität und Gemeinde nachhaltig voranzubringen und zusammenwachsen zu lassen“, betont der Vereins-Geschäftsführer Lukas Jochum. „Wir wollen eine breite Basis und Plattform für den Austausch, für Fortschritt und ehrenamtliches Engagement schaffen – wissenschaftlich als auch gesellschaftlich“, umreißt er die Ziele. Jochum ist als USU-Gemeinderat in Neubiberg und dessen Referent für Universitätsfragen und Digitalisierung ohnehin bereits gut vernetzt im Ort.

„Lagebedingt“ keine großen Zusammenkünfte

Zum Vorsitzenden des VZDf wurde Daniel Sosnickij gewählt. „Wir sehen in diesem Verein eine große Chance“, betont er. Auch wenn derzeit „lagebedingt“ auf große Zusammenkünfte erst einmal verzichtet werden müsse. Langfristig werde man wachsen, verspricht der neue Vorstand, der im Team mit Schriftführerin Leonie Thorn und Schatzmeister Johannes Käufer den Verein voranbringen möchte. In den Beirat wurden Persönlichkeiten aus Bundeswehr und Gemeindeleben berufen: Neben Professor Axel Schaffer wurde in Johanna Rumschöttel als Ehrenbürgerin, Altbürgermeisterin und Altlandrätin.

Inhaltlich hat man sich bereits positioniert. Aktuell will der Verein mit der Gemeinde einen „Pool“ von Engagierten aufbauen, um etwa das Medizinische Versorgungszentrum St. Cosmas (MVZ) auch bei der sich anbahnenden Grippewelle und bei der Corona-Hilfe zu unterstützen. Neben ehrenamtlichem Engagement und der eigenen „Schnittstellenfunktion“ für die Gemeinde werden auch Fortschritte in der Digitalisierung angestrebt. So will der neue Verein etwa eine App für die Universitätsgemeinde entwickeln.

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