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Publikumsmagnet: Die Neubiberger Bürger interessieren sich in großer Zahl dafür, was sich rund um das Rathaus verändern wird.

Größtes Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde:

Neubibergs neuer Mittelpunkt

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Wie soll das „Bürgerzentrum Neubiberg 2022“ aussehen? Nach Bürgerbeteiligung und Architektenwettbewerb schälen sich die Konturen für das laut Bürgermeister Günter Heyland „wohl größte Projekt der Gemeindehistorie“ immer deutlicher heraus.

Neubiberg – Das Interesse der Neubiberger ist groß. Bei der Infoveranstaltung drohte der große Saal im Haus für Weiterbildung aus allen Nähten zu platzen. Neubiberg braucht mehr Raum für sein gemeindliches Leben, für Gemeindeangestellte wie Besucher gleichermaßen. Aus den Modellen und skizzenhaften Entwürfen der siegreichen Architekten soll in den kommenden Jahren das Endprodukt mit erweitertem Rathaus, saniertem und modernisiertem HfW und einer zentralen Tiefgarage gezimmert werden.

Die Entwurfsplanungen kamen gut an. Kritische Fragen hangelten sich einmal mehr an bekannten Insgesamt gut 20 Millionen Euro könnte das Gesamtprojekt nach Schätzung der Gemeinde kosten. Im Mittelpunkt standen die Architekten-Arbeiten. Die 13-köpfige Jury hatte sich für einen ersten und zwei dritte Preise ausgesprochen. „Damit soll auch gezeigt werden, dass der Siegerentwurf in der Beurteilung deutlich voran liegt“, betonte Architekt und Preisgerichtsvorsitzender Herbert Meyer-Sternberg.

Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung des Siegerentwurfs des Münchner Büros Spreen Architekten gemeinsam mit Terra.nova Landschaftsarchitektur. Vieles in deren Entwurf dürfte die neue Rathaus-Erweiterung prägen. Es galt, die Erweiterung, den Freiraum rundherum und die Anbindung einer 110-Plätze-Tiefgarage zu überplanen. Spreens Sieger-Entwurf sieht südlich des alten Rathauses versetzt nach Osten einen länglichen Baukörper vor, der sich in den Bestand einfügt und wie das alte Rathaus über eine Satteldachkonstruktion verfügt. „Zeitgemäße Architektursprache“ sei hier verwirklicht worden, lobte Meyer-Sternberg.

Eine Harmonie mit Altbau und Umgebung sei gegeben. „Gute Belichtung“ und „schöne Ausblicke ins Grüne“ überzeugten die Preisrichter. Auch die barrierefreie Erschließung von der Tiefgarage bis unters Dach des dreigeschossigen Neubaukomplexes konnte punkten. „Einfach, klar und wirtschaftlich“ erschlossen sei der Baukomplex geplant. Zudem lasse das Konzept nach Osten weiteren Bauraum frei. Kritik gab es aber auch am ersten Preis. Das Raumprogramm sei knapp. Manche Räume würden fehlen, andere seien zu klein konzipiert, schrieben die Preisrichter dem Siegerteam ins Aufgabenbuch. Einige Sichtachsen müssten überarbeitet werden, ebenso die Tiefgaragenzufahrt an der Hauptstraße.

Eine Chance auch für die Drittplatzierten. Denn aus dem Siegertrio soll in den Verhandlungen die exakte Realisierung entwickelt werden. Aus dem Entwurf des Münchner Büros Hammer und des Landschaftsarchitekten Thomas Schmidt könnte ein Ensemble und eine Abfolge von kleinen Plätzen zwischen Hauptstraße und Rathaus entstehen. Der Entwurf gefiel auch durch die „Bescheidenheit“ seines zweigeschossig geplanten Anbaus.

Details des anderen Drittplatzierten könnten einfließen. Das Berliner Büro Scheidt Kasprusch überzeugte mit einem dreigeschossigen, allerdings steil nach hinten abfallenden Dachansatz auch aus Raumgründen. Punkte sammelte dieser Entwurf ebenso wie der Sieger mit dem unabhängig konzipierten Sitzungssaal. 2022 soll alles fertig sein.

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