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Neue Pläne gibt's fürs alte Feuerwehr-Gerätehaus.

Ein Stück Biberger Ortsgeschichte bewahren

Heimatmuseum im Feuerwehr-Gerätehaus

Neubiberg – Neue Pläne fürs alte Feuerwehr-Gerätehaus. Dort soll ein Heimat-Museum Platz finden.

Der Kulturausschuss des Gemeinderates brachte Planungen auf den Weg, um das alte Anwesen an der Ramsmeierstraße 4 künftig als Feuerwehr- und Heimatmuseum zu etablieren. Diesem Antrag der Feuerwehr Unterbiberg folgte das Gremium einstimmig. In den kommenden Monaten sollen die Details abgeklopft werden. Die Verwaltung wird zusammen mit dem Feuerwehrverein ein inhaltliches Konzept erarbeiten und eine Kostenschätzung für Umbauarbeiten und die Ausstattung eines Museums vorlegen. 

Neben historischen Gerätschaften und Fahrzeugen der Retter könnten dort auch weitere Erinnerungsstücke aus der Ortsgeschichte eine Heimat finden. Viele Stücke mit Tradition schlummern derzeit bei Bürger in Privathäusern. 

Eine erste Besichtigung des Hauses durch Vertreter des Bau- und Kulturamts sowie der Feuerwehr stimmte die Beteiligten optimistisch. „Das Gebäude ist gut erhalten“, fasste Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U) die ersten Erkenntnisse zusammen. Lediglich das Dachgeschoss muss wohl umfänglich saniert und eine Fluchtwegtreppe geschaffen werden. 

Der Moserhof, der früher als Standort für ein Heimatmuseum in Betracht gezogen worden war, fällt laut Heyland aus mehreren Gründen durch. Zum einen sei die private Immobilie „nicht zu bekommen“. Zum anderen befinde sich das traditionsreiche Anwesen in einem baulich sehr schlechten Zustand. 

Ganz anders als das alte Feuerwehrgerätehaus. Im Kulturausschuss war die Begeisterung und die Vorfreude groß. „Tolle Sache und volle Unterstützung“ signalisierte Gregor Röslmaier (SPD). „Gerade für uns Junge ist es spannend zu sehen, was es alles in Neubiberg gab und gibt.“ Auch Kindergärten und Schulklassen sollen, etwa im Rahmen des Ferienprogramms oder bei regulären Führungen, Museumsluft schnuppern. Auch beim Tag des offenen Denkmals sei eine solche Einrichtung wichtig, so der Tenor. 

„Neubiberg hat bislang nur sehr wenige konkrete Geschichtsnachweise zu bieten. Da müssen wir mit vollen Händen zupacken und das Projekt voll unterstützen“, betonte Elisabeth Stettmeier (FW.N@U). Es gelte, einen historischen Fixpunkt für Neubiberg zu schaffen. 

Auch Eva-Nicola Gehringer (CSU) will die Idee „unterstützen“, wollte aber auch wissen, wie viel die Sanierung des Hauses koste und wie umfänglich sie sei. „Das Gebäude ist in einem guten Zustand“, sagte Rathauschef Heyland. Umbauten seien, abgesehen von der Fluchttreppe und dem Dachgeschoss, wohl nur im Zugangsbereich nötig. Dort soll möglichst eine historische Flügeltür eingebaut werden. Den Gebäudeunterhalt soll weiter die Gemeinde finanzieren. Die Kosten für Umbau und Ausstattung müssten im Zuge der Konzeptionen festgezurrt werden, sagte Heyland. 

Auf Freude bei den Gemeinderäten stieß der Vorstoß des Feuerwehrvereins, als Träger auch die personelle Ausstattung für Museum und Führungen zu stemmen. Das signalisierte Gemeinderat Josef Kyrein (Grüne), der zeitgleich Vereinsvorsitzender der Feuerwehr ist. Die Gemeinde möchte mit dem Museum einen Lernort sowie Raum für Identifikation und Begegnung schaffen. Eine Idee mit viel Charme.

hh

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