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Beliebter Treffpunkt: Auf dem Maibaum-Parkplatz findet die Weihnachtsdult statt – heuer mit zig Besuchern. 

Tiefgarage reicht jungen Christsozialen nicht

JU initiiert Bürgerbegehren pro Maibaum-Parkplatz

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Die JU will den Parkplatz in Neubibergs Zentrum erhalten. Sie üben massive Kritik an den Tiefgaragen-Plänen und starten ein Bürgerbegehren.

Neubiberg – Erhalten oder umgestalten? Die Meinungen bezüglich des Maibaum-Parkplatzes zwischen Rathaus und Hauptstraße gehen in Neubiberg weit auseinander. Nun hat die Junge Union ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht, um den Parkplatz zu erhalten. Mit einer Unterschriftenaktion wenden sich die jungen Christsozialen an die Bürger – und gegen das Vorhaben einer Mehrheit im Rathaus um Bürgermeister Günter Heyland (Freie Wähler N@U).

Die JU kritisiert den geplanten Rückbau der oberirdischen Parkflächen zugunsten einer Tiefgarage direkt darunter. Von 110 Tiefgaragen-Plätzen seien „nur zehn dauerhaft für die Öffentlichkeit vorgesehen“, kritisiert JU-Ortsvorsitzender Max Lilge. Die Befürchtung: Wichtige Kundenparkplätze für den Einzelhandel könnten verloren gehen und die Tiefgarage als alternative Parkfläche nicht gut angenommen werden. Bei der „Kundenfreundlichkeit“ der Tiefgarage gelte es, sinnvolle Zugangsvoraussetzungen, auch von und zur Hauptstraße, zu schaffen, entgegnet Heyland.

Die JU will das Areal aber auch für die Weihnachts-Dult und Maifeiern erhalten. Der Bürgermeister betont: Als Festplatz soll das Areal auch künftig zur Verfügung stehen. Dies sei eine klare „Aufgabenstellung an die Architekten im Wettbewerb“.

Doch die JU hat weitere Kritik: die Finanzen. Die Tiefgarage soll rund 3,2 Millionen Euro kosten. „Wir wenden uns gegen diesen Beschluss, weil die Gemeinde Steuergeld verschwendet.“ Für eine Million Euro sollten „nur vier Parkplätze mehr“ geschaffen werden. Das mache eine Viertel-Million pro Parkplatz. Die JU sieht sich in ihrer Aktion durch „viele Gespräche mit Bürgern, Kunden und Geschäftstreibenden“ bestätigt.

Eine Haltung, die Bürgermeister Heyland als Hauptadressat des Begehrens nicht versteht. Sie „erstaunt“ ihn. Dem Entscheidungsprozess im Gemeinderat (13:8 pro Tiefgarage) sei eine „sorgfältige Abwägung“ vorausgegangen, auch im Rahmen einer Bürger-Veranstaltung im Sommer. „Ich habe Sie bei dieser Veranstaltung vermisst“, schreibt Heyland in seiner Antwort an die JU. Ferner hätte der 2002 errichtete Parkplatz „nie die Funktion eines Parkplatzes für die Einzelhandelsgeschäfte“ gehabt. 25 der 30 oberirdischen Parkplätze seien für die Besucher im Haus für Weiterbildung (HfW) gedacht.

Weil es für die Rathausmitarbeiter im Umgriff nur weitere 17 Parkplätze beim alten Feuerwehrhaus gebe, könne der Bedarf derzeit „bei weitem nicht abgedeckt werden“. Gerade diesem Umstand, so Heyland, wolle man mit neuem umfangreichen Parkraum unter der Erde „nachhaltig begegnen“. So ergebe sich die Chance, künftig „ausreichend viele Parkplätze“ für Mitarbeiter, HfW-Besucher und für die Grundschule zu generieren. „Damit verringert sich der Parkdruck auch für die Kunden der Ladengeschäfte“, glaubt Heyland. Er weist auch darauf hin, dass die Geschäftsbetreiber „grundsätzlich Stellplatzbedarf auf dem eigenen Grund nachweisen“ müssen. Zudem habe es vonseiten des Gewerbeverband-Vorstandes bisher „kein Wort der Kritik“ an den Tiefgaragenplänen gegeben.

Auf Nachfrage wird Heyland noch deutlicher: „Da fehlt es an Detailwissen bei der JU. Leider“ seien die Beratungen im Gemeinderat wohl von den CSU-Räten nicht an den Parteinachwuchs „weiter getragen worden“. Das verwundere, so der Rathauschef. Schließlich sitzt auch der Vater von JU-Vorstand Lilge, Hartmut Lilge, als Gemeinderat und Finanzreferent im Gremium.

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