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Den Kooperationsvertrag unterzeichnen Professor Andreas Knopp (l.) von der Bundeswehr-Uni und Professor Ulrich Walter von der TU im Beisein von Bundeswehr-Uni-Präsidentin Merith Niehuss.  

Kooperation der Unis

Nächster Schritt zum Raumfahrt-Standort Nummer eins

Weiterer Schritt zu „Bavaria One“: Die TU München und die Bundeswehr-Uni gehen eine neue Kooperation ein. Eine sehr besondere.

Neubiberg – Die Universität der Bundeswehr in Neubiberg und die Technische Universität München werden in der Forschung zur Satelliten- und Weltraumkommunikation künftig enger zusammenarbeiten. Ein weiterer Baustein, um die Region München zum Standort Nummer eins für Luft- und Rasumfahrt in Deutschland zu machen. Darauf zielt das von Ministerpräsident Markus Söder angekündigte Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ ab.

Der Landkreis spielt dabei eine entscheidende Rolle. Zum einen sind bereits führende Unternehmen der Branche wie Airbus und die IABG auf dem Ludwig-Bölkow-Campus in Ottobrunn/Taufkirchen vor Ort, zum anderen soll dort durch eine neue Fakultät der TU für Raumfahrt die Forschung ausgebaut werden. Die Kooperation der beiden Unis ist nun ein weiterer Schritt, um die Region München als Zentrum der deutschen Raumfahrtforschung voranzutreiben.

Der Lehrstuhl für Raumfahrttechnik von Professor Ulrich Walter an der Fakultät für Maschinenwesen der TU München macht Experimente, die sich mit der Kommunikation per Satellit in verschiedenen Umlaufbahnen befassen. Als wesentliche technische Anlage stand hierfür bisher eine 4,8 Meter große Satellitenantenne auf dem Dach des Fakultätsgebäudes in Garching zur Verfügung.

Parallel dazu hat Professor Andreas Knopp mit seinem Team an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der Bundeswehr-Uni seit 2014 eine der größten Experimentalbodenstationen Deutschlands aufgebaut. Die als „Munich Center für Space Communications“ bekannte Anlage umfasst neben umfangreicher Messtechnik und komplexen Systemen zur Signalerzeugung drei große Antennen mit Durchmessern zwischen 4,6 und 7,6 Metern.

Gemeinsam decken die beiden Lehrstühle der Unis nun alle für die Satellitenkommunikation relevanten Frequenzbänder mit bester Empfangsqualität ab. Die Vernetzung über das Hochschul-
datennetz am Standort München bietet ideale Voraussetzungen für gemeinsame Projekte. Darüber hinaus soll die Anlage dem eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs zu Gute kommen. Auch Startups sollen sie nutzen können, wie die Bundeswehr-Uni mitteilt.

Die Präsidentin Professor Merith Niehuss beglückwünschte die Professoren zu ihrer Initiative und betonte, dass die Universität der Bundeswehr mit ihrer mehr als 40-jährigen Historie „als eine der führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Luft- und Raumfahrt die Ambitionen des Freistaates unterstützt“ und sich freut, auch in Zukunft „eine tragende Rolle in den nationalen Raumfahrtprogrammen auszufüllen“. Sie hob dabei hervor, dass Erfolge wie das europäische Satellitennavigationssystem Galileo, das mit vielen Partnern an der Uni aus der Taufe gehoben wurde, nie ohne Kooperation gefeiert werden könnten.

Als Partner im Münchner Forschungszentrum „Munich Aerospace“ haben die beiden Unis zusammen mit den Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und dem Bauhaus Luftfahrt bereits seit 2010 den wissenschaftlichen Schulterschluss gesucht. In „Bavaria One“ soll dieser erfolgreiche Weg fortgesetzt werden.  

mm

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