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Die Feuerwehr Neubiberg ist äußerst hilfsbereit: Das hat jetzt ein Betrunkener schamlos ausgenutzt und einen Großeinsatz ausgelöst.

Anrufer missbraucht mitten in der Nacht Notruf

In Wathosen durch den Hachinger Bach

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Ab 1 Uhr nachts sind Einsatzkräfte der Feuerwehr in Wathosen und Wasserretungsanzügen durch den kalten Hachinger Bach gestapft. Auf der Suche nach einer „leblosen Person“. Nach eineinhalb Stunden stellte sich heraus: Ein Betrunkener hatte böswillig den Notruf missbraucht.

Neubiberg – Exakt um 1.01 Uhr war ein Notruf eingegangen: Leblose Person im Hachinger Bach bei Unterbiberg (Gemeinde Neubiberg). Die Feuerwehreinsatzzentrale beorderte ein Großaufgebot an Rettungskräften unter dem Stichwort „Wasserrettung – Person in Gefahr“ nach Unterbiberg. Rund 90 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Unterbiberg, Neubiberg und Taufkirchen, der Kreisbrandinspektion München, der Feuerwehr München, der Polizei und des Rettungsdienstes suchten nach der Person. Ein Polizeihubschrauber wurde ebenfalls auf Bereitschaft alarmiert. Die Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen und die DLRG wurden als zuständige Wasserrettungseinheiten einbezogen.

Noch während der laufenden Suche erreichte die Leitstelle ein identischer Notruf. Nach rund eineinhalb Stundden wurde die Suche erfolglos eingestellt. Und die Einsatzkräfte erreichte die Nachricht, dass wohl ein Betrunkener die Notrufnummer mutwillig missbraucht und die Suchaktion in Gang gesetzt hatte. Das hatte die Polizei ermittelt.

„Das ist schon sehr ärgerlich“, sagt Kreisbrandmeister Markus Hardi, der mit am Hachinger Bach war. „Solche Fehlalarmierungen per Telefon sind Gottseidank selten.“ Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, die ihren Schlaf umsonst geopfert hatten, hätten es recht gelassen genommen. „Die Stimmung war nicht schlecht.“ Allerdings hoffen Markus Hardi und seine Feuerwehrleute, dass der Mann, der den Großalarm ausgelöst hat, zur Rechenschaft gezogen wird. „Ich denke, dass er von der Polizei eine Strafe aufs Auge gedrückt bekommt.“

Die Polizei hat tatsächlich einen „Ermittlungsansatz“, um die Identität des Anrufers zu klären, heißt es dort. Auf Notrufmissbrauch stehen bis zu zwei Jahre Haft. Aber es reicht ja schon, wenn der Anrufer die Kosten des Einsatzes tragen müsste.

Für die Freiwillige Feuerwehr war die Einsatznacht damit noch nicht beendet. Um 6.01 Uhr schrillten die Melder wieder: Eine automatische Brandmeldeanlage in einem Bürogebäude in Unterbiberg hatte angeschlagen. Es war blinder Alarm. „An Schlaf war nun für den Großteil unserer Mannschaft nicht mehr zu denken und wir gingen unserer regulären Arbeit nach“, meldet die Feuerwehr.

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