Universität der Bundeswehr betroffen

Drogenlabor auf dem Uni-Campus der Bundeswehr

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Auf dem Gelände der Bundeswehr-Universität in Neubiberg soll ein Student ein illegales Doping-Labor betrieben haben. Nun steht er vor Gericht.

NeubibergEr soll Dopingmittel nicht nur hergestellt, sondern damit auch Geld verdient haben – so der Vorwurf gegen den Neubiberger Bundeswehr-Studenten Anton G. (Name geändert). Die Ampullen verkaufte der 27-Jährige laut Anklage an Kunden aus der Fitness- und Bodybuilding-Branche. Seit gestern steht der Student der Luft- und Raumfahrttechnik vor Gericht. 

Der Hauptangeklagte wurde in Handschellen vorgeführt.

Seit 2015 hatte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft Dopingpräparate übers Internet besorgt und mit Preisaufschlag verkauft. Ab 2017 habe G. die Mittel selbst hergestellt – zum Beispiel mit Wachstumshormonen aus China – in einem Untergrundlabor auf dem Neubiberger Bundeswehr-Campus. Um das zu verschleiern soll G. laut Staatsanwaltschaft die Ampullen mit professionell aussehenden Etiketten von Händlern aus China beschriftet haben. 

Bei den illegalen Geschäften sollen seine Ex-Freundin, eine Prostituierte (33), und ein Freund aus Kassel geholfen haben. Zu dem laufenden Verfahren wollte sich die Universität der Bundeswehr nicht äußern. Es sind noch vier Prozesstage angesetzt.  lay

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa / Patrick Seeger

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