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7,7 Millionen Euro soll die Erweiterung des Neubiberger Rathauses kosten. 

Architekten sollen Vorschläge einreichen

Ideen für ein schönes Rathaus

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Die Planung für das erweiterte Rathaus in Neubiberg soll möglichst breit angelegt werden. Einstimmig fasste der Gemeinderat jetzt den Beschluss, für das Großprojekt einen Architektenwettbewerb auszuloben.

Neubiberg– Bis zu 20 Architektur- und Landschaftsplanungsteams sollen ihre Pläne für die Rathauserweiterung und die begleitende Freiraumgestaltung einreichen können. Die Ausschreibung wird die Gemeinde mit Unterstützung des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München erarbeiten. Über den Text wird dann der Sonderausschuss des Gemeinderates voraussichtlich in seiner Sitzung am 3. Juli diskutieren.

Bereits im Januar dieses Jahres hatte sich der Gemeinderat auf die Grundzüge einer notwendigen Sanierung des Rathauses verständigt. Dabei soll das alte Verwaltungsgebäude am Rathausplatz 14 - 16 ebenso wie die alte Feuerwehrgarage nebenan abgerissen werden und einem dringend benötigten Erweiterungsbau weichen. Mit dem Wachstum der Gemeinde geht laut Bürgermeister Günter Heyland zwingend auch ein höherer Raumbedarf für die Verwaltung einher. Allerdings gibt es noch reichlich Dissonanzen im Rat. Bereits im Juli letzten Jahres hatten sich zwar die Fraktionen mit dem Rechenschieber und festem Blick auf künftige Erfordernisse auf einen exakt formulierten Raumbedarf von „1951 Quadratmetern“ verständigt.

Doch über Details hat der Rat bislang noch nicht verhandelt. Dies kritisierten im Rat jüngst die CSU-Gemeinderäte Hartmut Lilge und Thomas Pardeller. Auch der geplante, neue Sitzungssaal mit rund 200 Quadratmetern sei „überdimensioniert“ und verteuere das laut Gemeindeprognose auf rund 7,7 Millionen Euro taxierte Projekt zusätzlich. Eine konträre Sicht vertraten Bauamtsleiter Christian Einzmann ebenso wie der Rathauschef. Einzmann riet davon ab, vor einem Wettbewerb zu exakte gestalterische Vorgaben an die Planungsbüros zu machen. „Gerade der Wettbewerb selbst soll ja Lösungsansätze generieren“, so Einzmann. Bürgermeister Günter Heyland (FW.N@U) mochte die Kritik am potenziell neuen Sitzungssaal nicht nachvollziehen. Auf dessen Dimensionen habe sich schließlich eine, wenn auch knappe Mehrheit im Rat bereits vorab geeinigt.

Zu den Kosten betonte Heyland, es entstehe ja nicht nur ein Verwaltungsneubau, sondern auch eine Tiefgarage, die ebenso wie den gemeindlichen Mitarbeitern auch Veranstaltungsbesuchern im Neubiberger Zentrum zugute komme. Insgesamt müsse die Gemeinde aber die Kosten „so gering wie möglich halten“, beharrten Pardeller und Lilge. Exaktere Aufschlüsse wird jetzt der Planungs- und Realisierungswettbewerb bieten.

Ein Preisgericht wird die eingereichten Vorschläge der Büros bewerten und Preisträger empfehlen. Neben fünf sogenannten Fachpreisrichtern aus den Reihen renommierter Architekten und Städteplaner werden auch vier Sachpreisrichter aus den Gemeinderates dem Gremium angehören. Neben Rathauschef Heyland werden Hartmut Lilge (CSU), Gregor Röslmaier (SPD) und Grünen-Rat Kilian Körner Sitz und Stimme haben. Die Projektsumme dürfte dabei eines der Hauptthemen bleiben.

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